Ode an den Olympischen Geist

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"Das war Werbung für den Sport

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Eine fast enthusiastische Bilanz hat IOC-Präsident Jacques Rogge am Sonntag zum Abschluss der ersten Olympischen Jugend-Winterspiele (YOG) in Innsbruck gezogen.

Der Belgier war nicht nur von der Organisation, sondern auch vom "Spirit" der Athleten begeistert und sieht für sein Liebkind "Youth Olympic Games" goldene Zeiten kommen.

Die Entscheidung, die ersten Winterspiele in Tirol auszutragen, sei richtig gewesen.

Stolz auf Premieren-Länder

Rogge verwies besonders darauf, dass Länder wie Marokko oder Monaco eine Medaille gewonnen haben.

Sechs Prozent der Medaillen gingen an Länder, die noch keine olympische Wintermedaillen gewonnen haben.

Fünfzig Prozent der jungen Sportler haben sich für das Anti-Doping-Programm der WADA interessiert.

Es gab insgesamt 110.000 Zuschauer. 900 Journalisten berichteten, in 79 Ländern war die YOG im Fernsehen vertreten. "Wir sahen aber auch, wie neuen Medien wie Facebook angenommen wurden", ist Rogge Stolz.

Erfolgsstory Kultur und Bildung

In den zehn Tagen der Jugend-Winterspiele versuchten sich 1.059 Athleten aus 67 Nationen in 63 Medaillenentscheidungen.

Wobei im Gegensatz zu den "traditionellen" Spielen die Sportler und ihre Betreuer von Beginn der Spiele bis zum Ende im Olympischen Dorf in Innsbruck bleiben mussten.

"Das Kultur- und Bildungsprogramm ist perfekt angenommen worden und eine Erfolgsstory", betonte Rogge.

Gewinn nicht prioritär

Auch dass sich Innsbruck bei der Organisation zurückgehalten hat, sei richtig gewesen.

23,7 Millionen Euro betrug das Budget des OK in Tirol, sechs Millionen steuerte das IOC bei, das zudem die Kosten für Unterbringung und Transport der Athleten und Betreuer übernahm.

"Insgesamt kosten uns diese Spiele 15 Millionen Euro. Wir sind dabei aber nicht auf Gewinn ausgerichtet, wir wollen der Jugend etwas bieten und Werte vermitteln", erklärte Rogge.

Auch das Fehlen eines offiziellen Medaillenspiegels verteidigte der IOC-Präsident:

"Das wird ja immer verschieden interpretiert. In Peking (2008, Anm.) argumentierten die Chinesen, sie seien nach der Zahl der Goldmedaillen vorne, die USA wiederum sah sich in der Zahl der Medaillen vorne. Jeder interpretiert dies wie er will."

2014 YOG in China

Rogge ist zuversichtlich, dass es 2014 bei den Sommer-YOG in Nanjing (CHN) und 2016 im Winter in Lillehammer (NOR) weiter aufwärtsgehen wird.

"Das Konzept stimmt, das haben wir in Innsbruck gesehen", sagte der IOC-Präsident.

Wie weit junge und neue Sportarten in die "traditionellen" Spiele aufgenommen werden, ließ Rogge offen: "Das wird in kleinen Dosen passieren".

Er verwies aber darauf, dass 2014 in Sotschi Damen-Skispringen, Slopestyle und die Biathlon-Mixed-Staffel olympisch sein werden.

14 Medaillen für Österreich

ÖOC-Präsident Karl Stoss strahlte ebenfalls: "Vierzehn Medaillen für unser Team. Das ist super, super, super. Das ist bei weitem mehr als ich erwartet habe."

Zudem ergänzte Stoss, dass sich Österreich mit der perfekten Organisation der Spiele in die Herzen des IOC gebracht habe: "Das war Werbung für den Sport."

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