Olympische Idee für die Jugend

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Olympia-Premiere für den Wintersport-Nachwuchs

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Olympische Spiele auch für Jugendliche.

Diese von IOC-Präsident Jacques Rogge seit seinem Amtsantritt verfolgte Idee wird in rund einem Monat mit den Olympischen Jugend-Spielen (YOG) in Innsbruck erstmals auch für junge Wintersportler Realität.

"Ein historischer Moment für die Olympische Bewegung. Das sind wir der Jugend der Welt schuldig", hatte Rogge beim einstimmigen IOC-Beschluss zur Einführung der Nachwuchsveranstaltung vor vier Jahren enthusiastisch ausgerufen.

Auch Kärntner als Vater der Spiele

Aber auch Johann Rosenzopf darf sich als einer der Väter der Jugendspiele bezeichnen. Der Kärntner bekam nach einem langen Rechtsstreit vom IOC 2010 die Erlaubnis, sich als maßgeblicher und bedeutsamer Impulsgeber der Veranstaltung zu bezeichnen.

Rosenzopf hatte dem IOC bereits 1998 die Schaffung von Jugendspielen vorgeschlagen, dieses verwarf die Idee damals aber.

2007 wurde die Einführung der YOG dann aber doch beschlossen, woraufhin Rosenzopf rechtliche Schritte wegen seiner Urheberschaft einleitete und das IOC schließlich im Vorjahr einlenkte.

Startschuss am 13. Jänner

In Innsbruck werden vom 13. bis 22. Jänner mehr als 1.000 Nachwuchsathleten aus rund 70 Nationen, darunter 80 Österreicher, im Zeichen der fünf Ringe um Medaillen wetteifern.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat für die 15- bis 18-Jährigen (einige wenige Sportler sind erst 14 bzw. bereits 19) aber nicht nur den sportlichen Wettkampf im Sinn, sondern will zudem den Fairplay-Gedanken, Solidarität und das Miteinander fördern.

Miteinander im Vordergrund

Das soll durch nationenübergreifende Bewerbe, gemeinsame kulturelle Aktivitäten, ein altersadäquates Unterhaltungsprogramm, Vorträge zu gesellschaftspolitischen Themen und Anti-Doping-Aufklärung gelingen.

Rogge, der eine olympische Nachwuchsveranstaltung europaweit bereits 1991 als damaliger Chef der Vereinigung der Europäischen Olympischen Komitees eingeführt hat, glaubt fest an das Gelingen des nun weltweiten Jugendspiel-Konzeptes.

"Ich bin überzeugt, dass die Jugend-Winterspiele eine großer Erfolg werden. Das weltweite Interesse ist groß", bekräftigte er jüngst.

Zum zweiten Mal nach Singapur

Die Sommerpremiere gab es bereits im vergangenen Jahr in Singapur. Damals traten 3.600 Sportler aus über 200 Nationen in 26 Sportarten bei 201 Medaillenentscheidungen an.

Österreich war mit 16 Athleten vertreten, die zweimal Gold und viermal Bronze mit nach Hause brachten.

In Innsbruck, das sich bei der Vergabe im Jahr 2008 gegen Kuopio (FIN), Harbin (CHN) und Lillehammer (NOR) durchsetzte, werden es gemäß dem Größenverhältnis traditioneller Olympischer Spiele 1.059 Athleten sein, die in Innsbruck, Seefeld und im Kühtai in 15 Sportarten 63 Bewerbe bestreiten.

Kleine Dimension als Chance für kleine Städte

Die geringere Dimension der Winterspiele soll es kleineren Ländern und Städten mit beschränkteren finanziellen Mitteln auch zukünftig ermöglichen, die Veranstaltung auszurichten.

Das Innsbrucker Budget beträgt 23,7 Millionen Euro. Das IOC zahlt davon 6,5 Millionen, steuert aber noch indirekt zusätzliche 9 Millionen bei. Es kommt unter anderem für die Anreise der Delegationen und die Kosten der TV-Produktion auf.

Die zweite Winter-Ausgabe 2016 ist kürzlich an die wie Innsbruck bereits olympia-erfahrene norwegische Kleinstadt Lillehammer vergeben worden.

Für Sommersportler trägt die chinesische Millionenmetropole Nanjing 2014 die nächsten Spiele aus.

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