"Ui, so sicher ist das nicht"

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Slopestyler Tribondeau und Moosmann im WM-Finale

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Vier Österreicher sind am Mittwoch in den Slopestyle-Finali bei den Heim-Weltmeisterschaften am Kreischberg mit dabei.

Nach den Snowboardern Anna Gasser und Philipp Kundratitz am Montag bestanden am Dienstag die Ski-Freestyler Luca Tribondeau und Viktor Moosmann die Qualifikation.

Für den Kärntner Mitfavoriten Tribondeau wurde die Quali zur Zitterpartie.

Banges Warten

Der Olympia-14. Tribondeau war in der zweiten Qualifikationsgruppe am Nachmittag im Einsatz.

Während sein Teamkollege Moosmann am Vormittag als Vierter in der Ausscheidung überraschend den Aufstieg geschafft hatte, war dieser von Tribondeau erwartet worden.

Doch schon im abschließenden Training unmittelbar vor dem Bewerb zeigte sich, dass der 18-Jährige nicht seinen besten Tag erwischt hatte. Der Triple-Sprung gelang nicht, er verzichtete im Contest dann darauf.

Mit 79,60 Punkten war er nach dem ersten Run Dritter, im zweiten gelang keine Verbesserung mehr.

Trotz Nervösität gelingt Viktor Moosmann überraschend der Sprung ins Finale

Wegen der ebenfalls diese Wochen stattfindenden Traditionsveranstaltung X-Games in Aspen waren die Besten der Welt nicht am Start, aus den Top-Ten der Olympischen Spiele in Sotschi reisten nur der Norweger Aleksander Aurdal (7.) und der Australier Russell Henshaw (8.) an den Kreischberg, beide schafften es ins WM-Finale.

Andere ÖSV-Athleten scheitern

In der Qualifikation ausgeschieden sind Lukas Müllauer und Daniel Walchhofer, auch für Österreichs einzige weibliche Teilnehmerin Regina Rathgeb, die zweimal an der gleichen Stelle patzte, war in der Qualifikation Endstation.

"Ich habe ich falsch weggedreht und nicht genug Speed gehabt, es ist sich nicht ausgegangen, dass ich die Drehung noch einmal bekomme", sagte die Pongauern, die in ihrem zweiten Run zu Sturz kam, aber unverletzt blieb.

"Der Kurs war voll lustig, ich habe mich gefreut, dass ich dabei sein durfte", meinte die 19-Jährige, die eine einjährige Zwangspause hinter sich hat. Erst riss das Kreuzband im einen, dann das Innenband im anderen Knie.

Christian Rijavec, der sportliche Leiter für Ski-Freestyle im Österreichischen Verband, freut sich über zwei Finalvertreter.

"Eigentlich war klar, dass Luca weiterkommt, aber dann ist er beim Triple im Training zweimal gesmasht, da dachte ich mir, ui, so sicher ist das nicht. Aber man sieht, dass er mittlerweile auch mit seinen Double einen Namen hat. Er fährt stylisch und sauber."

Eines ist aber klar: "Die Jury ist gnadenlos, einen kleinen Fehler und du bist weg." Das habe man auch bei den anderen Österreichern gesehen.

Da er bereits als dritter Athlet an die Reihe gekommen war, wurde die Warterei zur Zitterpartie, denn nur die Top-Fünf stiegen auf.

Steigerung erwartet

"Ich bin sehr froh drüber, dass es doch gereicht hat. Morgen kann man sich von mir mehr erwarten. Ich habe noch mehr drauf und das im Training in den vergangenen Tagen hier auch gezeigt", sagte Tribondeau zur APA.

"Mir ist es heute schon im Training nicht so gut aufgegangen, ich habe nicht den Run machen können, den ich geplant hatte. Das Licht war komisch und ein bisserl müde war ich auch. Keine Ahnung, warum", erzählte er.

Die Erleichterung über den Finaleinzug war ihm sichtlich anzumerken. "Es hat ja sonst alles gepasst, die Stimmung war auch super."

Dass er nicht als einziger Österreicher weiterkam, freute ihn zusätzlich. "Voll geil, das taugt mir, dass es für Viktor auch gereicht hat."

Moosmann überrascht

Die Qualifikation von Moosmann war eine Überraschung, der 19-Jährige erhielt in der ersten Qualigruppe 80,80 Punkte für seinen ersten Run, das reichte am Ende zu Platz vier.

"Da war viel Nervösität dabei, aber schon im Training habe ich meine Runs durchgebracht, die ich mir vorgenommen habe. Die Top-10 waren ein Traum, dass ich tatsächlich im Finale stehe, ist ein Supertraum. Ich freue mich wie in den letzten 19 Jahren nicht", sagte der HTL-Absolvent.

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