Loacker und Hengster halten rot-weiß-rot Fahne hoch

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Nach den Alpinen starten auch die Bob- und Skeletonfahrer am Wochenende auf der Olympiabahn in Lake Placid (USA) in ihre neue Saison.

Insgesamt neun Weltcup-Stationen mit dem Heimrennen im Jänner in Igls (gleichzeitig Europameisterschaft) als Höhepunkt stehen auf dem Programm.

Die Weltmeisterschaften werden Ende Jänner im einzigen Natureiskanal der Tour in St. Moritz ausgefahren. Das österreichische Team wird in der vorolympischen Saison kleine Brötchen backen.

Loacker hält rot-weiß-rote Fahne hoch

Der 37-jährige Routinier Jürgen Loacker ist der einzige rot-weiß-rote Pilot im Weltcupzirkus. Der Vorarlberger hat während des Sommers seine beiden Schlitten getunt und versucht, mit dem erst 21-jährigen Markus Sammer frischen Schwung ins Team zu bringen.

Zudem verstärkte sich Loacker mit dem Slowenen Matej Juhart, der ihm ab Jänner zur Verfügung steht. Auch Routinier Martin Lachkovics stößt erst bei den Europa-Rennen Anfang Dezember zum Team.

Nationaltrainer erwartet Steigerung

"Ich erwarte mir eine eindeutige Steigerung von Jürgen und regelmäßig Plätze unter den Top Ten. Am ehesten mit dem Viererbob. Für uns ist alles auf die Olympischen Spiele in der kommenden Saison ausgerichtet", sagte Nationaltrainer Manfred Maier im Vorfeld des Weltcups im Gespräch mit der APA.

Die Trainingsergebnisse in Lake Placid wollte Maier nicht bewerten, da diese Läufe durch den Hurrikan Sandy stark beeinträchtigt waren.

Hoffnungen ruhen auf einer Dame

Top-Platzierungen soll jedoch Christine Hengster mit ihren "Bremserinnen" Inga Versen bzw. Alexandra Tüchi einfahren.

"Zweimal war sie bereits Fünfte bei Europameisterschaften, auf der Heimbahn in Innsbruck/Igls soll es für sie die erste Medaille geben", hofft der Nationaltrainer.

Hengster geht mit einem neuen, von der TU Graz designten Schlitten an den Start, der speziell auf die Hochgeschwindigkeitsbahnen in St. Moritz (WM im Februar) und Sotschi (Olympiarennen im kommenden Jahr) abgestimmt ist.

Pech für Skeleton-Aushängeschild

Pech hatte im Vorfeld der Saison der 28-jährige Skeleton-Routinier Matthias Guggenberger, der sich vor drei Wochen einen Bandscheibenvorfall zugezogen hat.

Der Tiroler reiste erst am Montag in die Staaten, um die vorgeschriebenen zwei Trainings zu absolvieren.

"Über seinen Start werden wir aber ganz kurzfristig in Absprache mit den Physiotherapeuten entscheiden", kündigte Nationaltrainer Martin Rettl an.

"Bleibt der Leithammel im Team"

"Trotzdem bleibt Guggi der Leithammel im Team, denn er kann alle mitreißen", sagte Rettl.

Neben dem angeschlagenem Guggenberger bestreiten noch Youngster Raphael Maier, der Sohn des Bob-Nationaltrainers, und Janine Flock die Weltcuprennen. "Janine hat wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Ich hoffe, sie kann nun konstant vorne mitfahren", erklärte Rettl.

Die Saison ist aber klar auf Olympia 2014 ausgerichtet: "Wir wollen, dass sich so viele Athleten wie möglich qualifizieren", sagte Rettl.

Titelverteidiger startet verspätet

Weltcup-Titelverteidiger im kleinen Schlitten ist der Schweizer Beat Hefti, der jedoch nach Verletzungen zweier Anschieber auf die ersten drei Rennen in Nordamerika verzichtet.

Im Viererbob hatte der Russe Alexander Subkow gewonnen, bei den Damen triumphierte Cathleen Martini (GER).

Die großen Kristallkugeln im Skeleton erhielten zuletzt Shelley Rudman (GBR) und der Lette Martins Dukurs.

Nationalteam Bob:

Herren - Pilot: Jürgen Loacker. Bremser: Stefan Withalm, Markus Sammer, Sebastian Heufler.
Ersatz: Martin Lachkovics, Matej Juhart.

Damen: Christina Hengster mit Inga Versen bzw. Alexandra Tüchi.

Skeleton: Matthias Guggenberger, Raphael Maier, Janine Flock.

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