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St. Moritz und Lahti erhalten WM-Zuschläge

Die alpinen Ski-Weltmeisterschaften werden 2017 zum bereits achten Mal in der Schweiz und zum vierten Mal in St. Moritz stattfinden.

Kein anderer Ort weltweit hat bisher öfter als drei Mal den Zuschlag erhalten.

Cortina gibt auf

Die Schweizer Kandidatur setzte sich am Donnerstag beim FIS-Kongress in Südkorea im einzigen Wahlgang mit 12:3 Stimmen gegen den schwedischen Mitbewerber Aare durch.

Cortina, der vermeintliche Haupt-Konkurrent, hatte nur wenige Stunden vor der Bekanntgabe der Entscheidung abgewunken.

Offenbar, weil man sich in Italien der Chancenlosigkeit gewiss war. Anschließend setzten sich die Schweizer mit 12:3-Stimmen problemlos gegen Außenseiter Aare durch.

Fünfte WM in St. Moritz

St. Moritz erlebt damit 14 Jahre nach der bisher letzten WM im Jahr 2003 wieder alpine Titelkämpfe. Genau genommen sogar zum bereits fünften Mal.

Denn bisher haben Alpinski-Weltmeisterschaften in der Schweiz in Mürren (1931, 1935), Engelberg (1938) Crans-Montana (1987) und eben St. Moritz (1934, 1974, 2003) stattgefunden.

Der Nobelort im Oberengadin war zudem 1928 und 1948 auch Austragungsort von Olympia gewesen, wobei 1948 auch WM-Medaillen vergeben wurden.

Überraschender Zuschlag für Lahti

Wesentlich überraschender kam die Vergabe der Nordischen WM 2017 an Lahti in Finnland, weil bereits 2015 mit Falun eine nordeuropäische Stadt WM-Gastgeber ist.

Die Finnen richten damit zum bereits siebenten Mal nach 1926, 1938, 1958, 1978, 1989 und 2001 eine Nordische WM aus.

Viele hatten daher Planica bzw. Zakopane in Polen als Favorit in einem Vierkampf gesehen, auch Oberstdorf in Deutschland hatte gehofft.

Vermutlich mangels Mitglieder im Vorstand ging das Votum dann aber im dritten Wahlgang doch gegen den slowenischen Ort Planica und mit 12 Stimmen für Lahti aus.

WM wieder nicht in Mitteleuropa

"Lahti ist ein ausgezeichneter Ort mit vielen Zuschauern. Wir haben es aber wieder nicht geschafft, die WM nach Mitteleuropa zu bekommen", gab ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel als einer von 15 wählenden Vorständen offen zu, für Planica - und damit indirekt auch Villach - votiert zu haben.

Skiflug-WM am Kulm

Als erste Entscheidung wurde die Vergabe der Skiflug-Weltmeisterschaft 2016 an Kulm bei Bad Mitterndorf/Tauplitz in Österreich bekanntgegeben, was aber turnusgemäß bereits festgestanden war.

Hubert Neuper nahm den Zuschlag entgegen, ÖSV-Generalsekretär Klaus Leistner ("Wir werden die bestmöglichen Weltmeisterschaften organisieren") hielt die Dankesrede und Schröcksnadel gratulierte.

"Es stand zwar bereits fest, trotzdem muss man sich erst einmal bewerben. Und schief gehen kann immer etwas", bedankte sich Schröcksnadel bei Bund und Land für die Bewerbung.

Snowboard-WM an Spanien

Danach erhielt Sierra Nevada in Spanien als einziger Kandidat den Zuschlag für die kombinierte Ski-Freestyle/Snowboard-WM 2017.

Das war auch schon zuvor so gewesen, denn auch vor zwei Jahren hatte es für die 2015er-Auflage dieser "Doppel-WM" mit Kreischberg/Murau in Österreicher nur einen Kandidaten gegeben.

Am Freitag steht zum Abschluss des 48. und wegen Winter-Olympia 2018 erstmals in Asien stattfindenden FIS-Kongresses die Vorstandswahl sowie die Absegnungen diverser Weltcup-Kalender und Arbeitsprogramme auf dem Programm. Schröcksnadel gilt als sicherer Kandidat für die Wiederwahl in den Council.

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