"Das ist eine Ohrfeige für die Staatsanwaltschaft"

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Markus Gandler (ÖSV-Sportdirektor für Langlauf und Biathlon/Freispruch): "Das ist eine große Erleichterung. Mein Vertrauen in die italienische Justiz war groß. Wir haben bewiesen, dass keine strafrechtlichen Handlungen begangen worden sind. Das freut mich vor allem auch für Präsident Peter Schröcksnadel. Er hat auf der ganzen Linie bewiesen, dass er unschuldigt ist."

Peter Schröcksnadel (ÖSV-Präsident/freigesprochen): "Der ÖSV hat von Beginn an stets korrekt gehandelt und sich nichts vorzuwerfen, dies steht nunmehr auch gerichtlich fest. Der Skiverband hat sich seit jeher vehement im Kampf gegen Doping engagiert."

Offizielle Stellungnahme des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV): "Mit dem heutigen Urteil steht fest, dass - wie vom ÖSV immer gesagt - vom vermeintlichen 'Skandal von Turin' nach einem sechsjährigen Verfahren eigentlich nichts übrig geblieben ist. Der Spruch bestätigt zudem die korrekte Vorgehensweise des Österreichischen Skiverbandes, der jene drei Personen, die jetzt bedingt verurteilt wurden, bereits vor fünf Jahren aufgrund eines Berichts seines Disziplinarausschusses sanktioniert und ausgeschlossen hatte. Dieser Prozess hat klar gezeigt, dass es viele falsche Anschuldigungen gegen ÖSV-Vertreter gab, die während der Verhandlungen jedoch allesamt entkräftet werden konnten."

Karl Stoss (ÖOC-Präsident): "Das ist eine sehr positive Nachricht, ich bin sehr glücklich für meinen Vizepräsidenten Peter Schröcksnadel, dass es so ausgegangen ist. Und dass das jetzt vor den Olympischen Spielen erledigt ist. Es ist immer sehr unangenehm, wenn man über die Gerichtssäle und nicht mit sportlichen Leistungen in den Medien vertreten ist."

Wolfgang Rottmann (verurteilt): "Die können mir die Schuhe aufblasen, ich gehe sicher in Berufung. Das Ganze ist ein Kasperltheater! Ich habe von Italien nie einen Schrieb oder eine Vorladung bekommen und habe meinen Strafverteidiger nie kennengelernt. Schauen wir einmal, ob ich jetzt das Urteil überhaupt bekomme."

Wolfgang Perner (verurteilt): "Das Urteil ist nicht korrekt, ich gehe in Berufung. Anfangs habe ich Post aus Italien zugestellt bekommen, aber nur auf Italienisch. Ich habe dem Gericht dann mitgeteilt, dass ich nicht Italienisch kann und sie mir solche Sachen auf Deutsch schicken sollen. Zuletzt habe ich keine Post mehr aus Italien bekommen. Ich werde jetzt zuwarten, was ich bekomme."

Wolfgang Burchia (Rechtsanwalt von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel): "Die Gerechtigkeit hat gesiegt. Dieses Urteil ist eine wahre Ohrfeige für die Staatsanwaltschaft. Es handelt sich um einen Freispruch erster Klasse."

Peter Baumgartl (ÖSV-Arzt, freigesprochen): "Dieses Urteil war zu erwarten. Wenn man nichts getan hat, muss man freigesprochen werden. Das war für mich eine eindeutige Sache."

Jürgen Pinter (Langläufer/freigesprochen): "Ich bin sehr erfreut. Für mich war das klar, dass da nichts rauskommen kann."

Martin Tauber (freigesprochen): "Ich bin von diesem Freispruch ausgegangen, auch wenn es ein italienisches Theater war. Laut italienischem Gesetz ist die Einnahme verbotener Substanzen strafrechtlich zu verfolgen, und alle unsere Dopingtests während der Olympischen Winterspiele in Turin waren bekanntlich negativ."

Valentino Schierano (Rechtsanwalt der freigesprochenen Langläufer Martin Tauber und Jürgen Pinter): "Es gab keinerlei Schuldbeweise gegen die beiden Langläufer. Es handelt sich um korrekte Athleten und Personen und das ist vor Gericht klar bewiesen worden. Das ist das richtige Ende für ein Verfahren, das viel Leid verursacht hat.

Paolo Davico (Anwalt des freigesprochenen Markus Gandler, ÖSV-Sportdirektor für Langlauf und Biathlon): "Gandler hat auf der ganzen Linie seine Unschuld bewiesen. Dieser Freispruch ist für uns eine große Freude. Gandler hat an fast allen Gerichtsverhandlungen teilgenommen. Es war für ihn nicht leicht, sich mit den sprachlichen Hürden eines Prozesses in Italien zu messen."

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