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Freeride-Ladies räumen in Fieberbrunn doppelt ab

Bei traumhaften Schnee- und Wetterbedingungen fand am Samstag der fünfte und vorletzte Stopp der Swatch Freeride World Tour 2012 in Fieberbrunn statt.

Am Nordhang des Wildseeloder zeigten die besten Freerider der Welt auf Skiern und Snowboards fantastische Leistungen.

Spektakuläre Runs mit eindrucksvollen Freestyle-Tricks und imponierenden Double-Cliffs im steilen Gelände standen an der Tagesordnung.

Beeindruckend auch die Kulisse: rund 4.000 Fans schauten im „Amphitheater“ am Lärchfilzkogel den Cracks auf die Wintersportgeräte – und durften über einen österreichischen Doppelsieg jubeln.

Denn Skifahrerin Eva Walkner und Snowboarderin Liz Kristoferitsch feierten im frischen Powder.

"Mir ist alles aufgegangen"

Walkner lieferte bei ihrem Run nicht nur die originellste Linie ab, sondern stand auch ein Double-Cliff und einen weiteren hohen Drop mit viel Speed.

Damit war ihr Platz eins nicht zu nehmen, auf den Plätzen zwei und drei folgten die Schwedin Christine Hargin und Janine Kuzma aus Neuseeland.

„Ich habe sehr viel, aber nicht alles riskiert, bin schnell gefahren und die Sprünge sauber gelandet. Diesmal ist alles aufgegangen“, so die Salzburgerin, die einst als vielversprechendes ÖSV-Talent auch im Weltcup unterwegs war, aber von Verletzungen gestoppt wurde.

Dass ihr ausgerechnet vor heimischer Kulisse der Knopf aufgeht, damit hatte sie selbst nicht gerechnet, aber: „Es war das erste Mal, dass ich wirklich happy bin mit dem, was ich gefahren bin. Der Schnee war der Hammer, das Wetter der Wahnsinn – einfach perfekt!“

"Ist voll aufgegangen"

Perfekt lief es auch für Snowboarderin Kristoferitsch, die mit einer flüssigen und vor allem kreativen Linie mit zahlreichen Sprüngen die Judges überzeugen konnte.

„Wegen meiner hohen Startnummer habe ich mir eine Linie ausgesucht, die noch niemand gefahren ist. Das ist voll aufgegangen, weil der unverspurte Schnee dort wirklich super war.“

Das Snowboard-Stockerl bei den Damen wurde komplettiert von der US-Amerikanerin Shannan Yates und von Maria Kuzma, Schwester der Drittplatzierten bei den Freeskierinnen.

Ein Freestyler mischt mit

Bei den Ski-Herren waren auch in Tirol wieder die Newcomer tonangebend. Drew Tabke aus den USA setzte sich mit einem 360, einem Backflip und einem hohen Cliffdrop knapp gegen den Franzosen Kevin Guri durch, der ebenfalls das erste volle Jahr auf der World Tour unterwegs ist.

Der Drittplatzierte Reine Barkered aus Schweden war nach einem packenden Wettkampf der einzige Routinier auf dem Stockerl.

Vorjahressieger Stefan Häusl sprang zwei hohe Cliffs, konnte seinen Titel aber nicht verteidigen: Rang fünf für den Tiroler.

Freestyler Tobi Tritscher, der dank Wildcard in den Bewerb kam, empfahl sich mit einer originellen Line samt Double-Cliff und 360 für weitere Teilnahmen.

Zwei Freeride-Weltmeister?

Längst eine fixe Größe auf der World Tour ist Flo Orley, der sich im Snowboar-Contest der Herren nur dem Franzosen Jonathan Charlet geschlagen geben musste.

„Ich hatte ursprünglich eine andere, sehr schwierige und steile Line geplant, habe mich dann aber oben am Gipfel anders entschieden, weil ich mich damit nicht wohlgefühlt habe. Zum Glück sieht man oben am Wildseeloder den ganzen Run.“

Das große Finale der World Tour geht am 24. März traditionell am Bec de Rosses in Verbier über die Bühne.

Eva Walkner und Flo Orley kämpfen im Freeride-Mekka noch um den Weltmeister-Titel.

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