"Mr. Konstanz" schlägt wieder zu

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"Mr. Konstanz" steht erneut am Stockerl

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Skispringer Michael Hayböck hat bei der Generalprobe der Vierschanzen-Tournee in Engelberg auch im zweiten Bewerb Platz drei belegt.

Der 23-jährige Oberösterreicher musste sich am Sonntag nur dem Tschechen Roman Koudelka und dem Schweizer Lokalmatador Simon Ammann geschlagen geben.

Hayböck zählt nach vier dritten Plätzen in dieser Saison zu den Favoriten bei der in einer Woche beginnenden Tournee.

Loitzl nicht bei Tournee dabei

Der ehemalige Sieger Wolfgang Loitzl wird beim ersten Saisonhöhepunkt hingegen nur Zuschauer sein. Titelverteidiger Thomas Diethart kann jedoch aufatmen.

Er verpasste eine Woche vor der Traditionsserie als 32. zwar den Finaldurchgang, Platz 17 am Vortag reichte aber für die Nominierung.

Denn Ex-Weltmeister Loitzl (am Samstag 40.) schaffte in der zweiten Engelberg-Konkurrenz nicht einmal die Qualifikation für den Hauptbewerb.

"Er sagt selber, es ist, als ob er Blei in den Beinen hätte"

An seiner Stelle nominierte Cheftrainer Heinz Kuttin Kontinentalcup-Springer Manuel Poppinger. Loitzl sei es leider nicht gelungen, sich noch rechtzeitig zu steigern, bedauerte Kuttin.

"Er sagt selber, es ist, als ob er Blei in den Beinen hätte. Deshalb wäre die Tournee auch nicht gut für ihn", sagte der Coach. Andererseits freue er sich, dass er den jungen Athleten eine Chance geben könne.

Hayböck, Kraft, Schlierenzauer und Kofler hatten er ebenso wie Kontinentalcup-Springer Manuel Fettner bereits vor Engelberg nominiert.

Während dem aktuellen ÖSV-Topmann Hayböck am Sonntag 7,2 Punkte auf den mittlerweile dreifachen Saisonsieger Koudelka fehlten, waren die restlichen Österreicher wieder weit vom Sieg entfernt.

Stefan Kraft belegte als zweitbester ÖSV-Athlet Platz neun. Der vierfache Engelberg-Gewinner Gregor Schlierenzauer wurde Elfter. Andreas Kofler landete an der 18. Stelle.

Freude über Platz drei

Hayböck kann jedenfalls sehr beruhigt in die kurze Weihnachtspause gehen und sich auf die in einer Woche in Oberstdorf beginnende Tournee vorbereiten.

"Ich freue mich irrsinnig, dass ich zweimal Dritter geworden bin. Ich bin sehr zufrieden. Ich kann mit einem sehr guten Gefühl Weihnachten feiern", sagte Hayböck im Gespräch mit der APA.

Im Gegensatz zum Samstag ärgere er sich diesmal überhaupt nicht über den neuerlich verpassten ersten Sieg. Koudelka und Ammann seien diesmal einfach besser gewesen.

"Bei mir ist alles bestens"

Der Olympia-Achte holte in der Schweiz - mit Respektabstand zum viertplatzierten Jernej Damjan (SLO) - seinen insgesamt fünften Podestplatz im Weltcup.

In diesem Winter war er vor Engelberg auch schon in Lillehammer zweimal Dritter geworden. Die Konstanz des Oberösterreichers ist bemerkenswert, kein anderer Springer stand wie er in allen neun Bewerben in den Top Ten.

In der Gesamtwertung ist Hayböck hinter dem in Engelberg nicht überzeugenden Norweger Anders Fannemel und Koudelka ebenfalls Dritter. "Ich bin sehr stolz. Bei mir ist alles bestens. Ich freue mich, wenn die Tournee losgeht", so Hayböck.

Kraft fühlt sich in Top 10 wohl

Auch Kraft trat die Heimreise mit einem guten Gefühl an. "Die Ergebnisse gefallen mir sehr gut. Ich fühle mich in den Top Ten sehr wohl", meinte der Salzburger.

Der zweimalige Tournee-Sieger Schlierenzauer präsentierte sich in Engelberg als 23. und 11. hingegen nicht mehr so stark wie bei seinem Sieg in Norwegen und zuletzt in Russland (2./4.).

Noch deutlich unkonstanter springt seit Wochen Kofler, der die Tournee 2010 ebenfalls schon einmal gewonnen hat.

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