Iraschko: "Das ist voll der Wahnsinn"

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Daniela Iraschko hat am Wochenende ausgerechnet bei der österreichischen Weltcup-Premiere der Skispringerinnen den Bann gebrochen und gleich einen Doppelsieg gefeiert.

Die Weltmeisterin aus der Steiermark, die schon am Samstag triumphiert hatte, holte sich am Sonntag in Hinzenbach nach Rang vier im ersten Durchgang dank eines 91,5-m-Satzes noch den neuerlichen Sieg vor den US-Amerikanerinnen Sarah Hendrickson (-5,2 Punkte) und Lindsey Van (-8). Die nach dem ersten Sprung führende Jacqueline Seifriedsberger fiel auf den fünften Platz zurück.

"Alles auf eine Karte gesetzt"

"Das ist voll der Wahnsinn", freute sich Iraschko, die in der ersten Weltcup-Saison der Damen bisher einem Sieg noch nachgelaufen war. Rechtzeitig für die ersten Damen-Skisprung-Weltcup-Punkte auf heimischem Boden steigerte sich die Steirerin und durfte gleich zweimal auf das oberste Treppchen steigen.

"Ich habe im zweiten Durchgang alles auf eine Karte gesetzt und es ist voll aufgegangen", jubelte die Eisenerzerin mit dem aktuell pinken Haar.

Die Formkurve sei zuletzt steil nach oben gegangen. "Ich musste diese Saison sehr viel kämpfen und habe zuletzt etwas in der Anfahrtshocke umgestellt", verriet Iraschko, die in der Weltcupwertung bis auf 116 Punkte an die Spitzenreiterin Hendrickson (589 Zähler) herangekommen ist.

Die nächsten Bewerbe gehen kommendes Wochenende in Ljubno (Slowenien) über die Bühne. "Eigentlich nicht meine Lieblingsschanze. Aber es ist absurd, ich halte dort den Schanzenrekord", wunderte sich Iraschko selbst.

Verpasster Doppelsieg

Für Seifriedsberger, die unweit der neuen Schanze wohnt, wurde es trotz einer Halbzeitführung noch nichts aus dem ersten Podestplatz der Saison.

Dafür durfte sich die erstmals startberechtigte Sonja Schoitsch gleich bei ihrer Weltcup-Premiere als 29. über erste Punkte freuen. Schoitsch wurde am Sonntag 15 Jahre jung, was ihr das Startrecht überhaupt erst brachte.

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