Weltrekord-Flug in Vikersund

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250 Meter! Prevc knackt den Weltrekord

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Mit dem letzten Sprung der Konkurrenz hat der Slowene Peter Prevc am Samstag in Vikersund einen neuen Weltrekord im Skifliegen fixiert.

Der 22-Jährige segelte als Halbzeit-Spitzenreiter bis auf 250 m und verbesserte damit die vier Jahre alte Bestmarke des Norwegers Johan Remen Evensen um 3,5 Meter.

Zudem übernahm Prevc vom abwesenden Salzburger Stefan Kraft die Weltcup-Gesamtführung.

Flug in die Geschichtsbücher

Prevc stach mit seinem Flug in die Geschichtsbücher auch die starken Lokalmatadore aus.

Nach 237,5 m im ersten Durchgang feierte der Athlet aus Kranj seinen fünften Weltcupsieg und hatte 14,5 Punkte Vorsprung auf Anders Fannemel (236/238,5 m).

Der Norweger hatte am Vortag in der Qualifikation 246 m erreicht.

"Viererpack"

Dieses Duo flog der Konkurrenz, die vom Japaner Noriaki Kasai (218,5/225) und dem deutschen Weltmeister und Kulm-Sieger Severin Freund (210/219,5) angeführt wurde, klar davon.

Prevc, der eine Traummarke erreichte, durfte sogar über einen "Vierer-Pack" jubeln: Sieg, Weltrekord, Weltcupführung und zudem gemeinsam mit Freund als Pokalverteidiger Platz eins im Skiflug-Weltcup.

"Wichtige Pause" für Kraft und Co.

Seinen ersten Weltcupsieg hatte der jeweils zweifache Medaillengewinner bei WM 2013 und Olympia 2014 vor einem Jahr auf der Kulmschanze gefeiert.

Mit dem zweiten der Saison zog er in der Gesamtwertung an Kraft vorbei. Dieser hatte mit den ÖSV-WM-Teilnehmern ein Normalschanzen-Training in Villach absolviert und den Verlust des Gelben Trikots wohl erwartet.

"Die Pause ist sehr wichtig. Die Saison ist noch lange, es kommen noch viele Wettkämpfe", sagte der Tourneesieger in Villach gegenüber dem "ORF".

Zwei Österreicher im Finale

Manuel Poppinger war als einziger ÖSV-WM-Teilnehmer in Norwegen dabei, vermochte seine Vorzüge im Fliegen aber nicht wie erhofft zur Geltung zu bringen.

Nach 215 m im Probedurchgang musste sich der Tiroler mit dem 24. Platz (187/190 m) begnügen.

Er war damit zweitbester Österreicher hinter dem Debütanten Ulrich Wohlgenannt (187/194), der an 22. Stelle landete. Simon Greiderer hatte als 34. die Qualifikation für das Finale verpasst.

Erster Slowene mit Weltrekord

In den vergangenen zwölf Jahren hatten Norweger und Finnen bei der Jagd nach der Bestmarke die Nase vorne gehabt, Prevc avancierte zum ersten Weltrekordler aus Slowenien. "Im Moment ist es schwer, meine Gefühle zu beschreiben. Das wird vielleicht noch einige Tage dauern. Es ist immer großartig, weit zu fliegen. Dieser Sieg und der Weltrekord sind bisher meine größten Erfolge", sagte Prevc.

Nachdem Fannemel 238,5 m vorgelegt hatte, wusste er, dass viel möglich war. "Ich bin so kräftig wie möglich abgesprungen, Geschwindigkeit und Position waren optimal. Dann bin ich leicht gelandet", schilderte der Weltcup-Gesamtführende der Saison 2013/14 seinen Flug.

Fannemel erhoffte sich für Sonntag weitere Flüge als seine am Samstag gezeigten. "Ich hoffe, ich kann zumindest etwas näher an Peter herankommen. Heute war vielleicht der Absprung nicht ganz optimal. Die Bedingungen waren perfekt."

Entwicklung des Weltrekords:

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