48! To be continued ...

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Schlierenzauer legt nach - 48. Weltcupsieg

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Überflieger Gregor Schlierenzauer hat am Sonntag in Harrachov beide Flugkonkurrenzen gewonnen und hält nun bei der Rekordmarke von 48 Weltcupsiegen.

Der 23-jährige Tiroler übertraf zunächst am Vormittag den legendären Finnen Matti Nykänen (46 Siege) und legte am Nachmittag einen weiteren Erfolg nach.

 Im zweiten, neuerlich von schwierigen Windbedingungen und vielen Unterbrechungen geprägten Bewerb, triumphierte er in nur einem Durchgang nach einem Flug auf die Höchstweite von 197,5 Meter klar vor dem Tschechen Jan Matura und dem Slowenen Jurij Tepes.

Im ersten Bewerb hatte er nur 0,3 Zähler vor Weltmeister Robert Kranjec aus Slowenien die Nase vorne gehabt.

"Es war wieder extrem schwierig"

"Es war wieder extrem schwierig vom Wind her. Ich habe gute Sprünge gezeigt und auch das nötige Glück gehabt", meinte der Tournee-Sieger nach seinem neuerlichen Triumph.

An seinem Rekordtag gelang es ihm als erster Springer zwei Bewerbe an einem Tag zu gewinnen. "Das ist das i-Tüpfelchen, es ist heute definitiv etwas Einzigartiges passiert, aber das muss erst sickern", sagte der Rekordmann.

Ein Meilenstein

Das Aufstellen der neuen Bestmarke an Weltcupsiegen sei etwas ganz Besonderes, bekräftigte Schlierenzauer.

"Das ist schon irgendwo ein Meilenstein, jetzt ich darf mich jetzt offiziell 'Legende' nennen, das klingt schon extrem alt, aber das ist unglaublich", betonte der Stubaier und sprach von "gewaltigen letzten Jahren".

Im Moment seines nächsten Triumphes vergaß der Tournee-Sieger aber nicht, seinem Betreuerstab danken. "Es gibt sehr viele fleißige Helferchen im Hintergrund, die super arbeiten, ohne die das nicht möglich wäre, da bin ich gut aufgestellt."

Keine Zeit zu feiern

Neben der anstehenden WM ist sein Fokus auch schon auf den einzig noch fehlenden Titel gerichtet.

"Wenn man auf die Erfolge schaut, dann fehlt unter Anführungszeichen nur mehr der Einzelolympiasieg, das ist natürlich auch ein ganz großer Fisch", so Schlierenzauer.

 Zeit zum Feiern seines Rekordes blieb am langen Wettkampftag in Tschechien keine. Erst auf der Heimreise im Teambus werde man auf die Siege anstoßen, verriet er.

"Ich kann das alles jetzt nicht so sitzen lassen, das kommt dann später, aber wir haben auf der Heimreise genügend Zeit, ein bisschen zu feiern", sagte der Tiroler, der bereits Mitte Woche zum Großschanzen-Weltcup nach Willingen aufbrechen wird.

"Das ist ein wunderbarer Tag"

Bis zur WM wolle er alle ausstehenden Bewerbe bestreiten, er sieht keinen Anlass für zusätzliche Trainingseinheiten.

"Der Plan ist, alles zu springen, aber man muss flexibel sein. Derzeit brauche ich nicht unbedingt ein Training einschieben. Und ich habe keinen Grund, daheim auf den Sofa zu liegen", scherzte der Tournee-Sieger.

Erfolgstrainer Alexander Pointner bejubelte einen weiteren Triumph seines Musterschülers.

"Das ist ein wunderbarer Tag, gestern am Abend haben wir noch nicht gewusst, ob überhaupt ein Springen stattfindet und jetzt hat Gregor 200 Punkte mehr. Er hat eine tolle Basis, auf die er Jahr für Jahr etwas dazugeben kann. Bei ihm hat man nicht das Gefühl, dass ihm die Kraft und Freude ausgehen", erklärte Pointner.

 Der ÖSV-Coach verwies aber auch auf den erfreulichen Aufwärtstrend von Wolfgang Loitzl und Martin Koch.

Das Duo kam in beiden, wegen der Abwesenheit etlicher Spitzenathleten allerdings nicht topbesetzten Bewerben, jeweils in die Top Ten.

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