Zuerst Sturz, dann Höchstweite

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Schlierenzauer will die 50 vollmachen

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Der Gewinn des Nationencups und die kleine Kristallkugel für den Skiflug-Weltcup - das sind neben Tageserfolgen die verbleibenden Ziele des ÖSV-Skisprungteams beim Weltcup-Finale von Freitag bis Sonntag in Planica.

Auf den Nationencup haben die starken ÖSV-"Adler" unter Cheftrainer Alexander Pointner gleichsam ein Abonnement, seit 2004/05 wurde die Trophäe achtmal in Serie erobert.

Diesmal nehmen die Österreicher die letzten drei Konkurrenzen mit nur 46 Punkten Vorsprung auf Norwegen (Gewinner 2003/04) und 155 auf Deutschland in Angriff.

Faktor Schlierenzauer

Gregor Schlierenzauer leistete mit bisher neun Saisonsiegen den größten Anteil zum ÖSV-Punktekonto.

Für den 23-Jährigen, der in dieser Saison neben drei WM-Medaillen auch zum jeweils zweiten Mal den Weltcup-Gesamtsieg und den Tourneesieg geholt sowie die Rekordmarke an Siegen im Weltcup übertroffen hat, geht es in den zwei Einzelbewerben (Freitag/15.15 Uhr und Sonntag/10.00) auch um persönliche Ziele.

Der erfolgreichste Skiflieger im Weltcup (13 Siege) peilt seinen dritten Gewinn des Skiflug-Weltcups nach 2008/09 und 2010/11 an und will auch noch die Marke von 50 Siegen erreichen.

In der Skiflug-Wertung führt er mit 70 Punkten Vorsprung auf Weltmeister und Pokalverteidiger Robert Kranjec (SLO).

Im Teambewerb heuer noch sieglos

"Das Double (Gesamtsieg und Skiflug-Weltcup, Anm.) ist natürlich ungemein reizvoll, aber das wird kein Spaziergang. Ich freue mich einfach auf das geniale Fluggefühl und werde die Dinge mit dem entsprechenden Fokus und der notwendigen Lockerheit angehen", erklärte Schlierenzauer.

"Natürlich ist auch der Nationencup für das Team und die Trainer sehr wichtig."

Tepes fliegt nach seinem Trainingssturz zur Tageshöchstweite

Für diese Jahreswertung zählt auch der Teambewerb am Samstag (10.00). Den hatte das ÖSV-Quartett in Slowenien zuletzt zweimal in Folge gewonnen. Allerdings haben die Österreicher heuer im Weltcup bisher keinen Teambewerb für sich entschieden.

Höchstweite nach Sturz

Der vierfache Planica-Sieger Schlierenzauer setzte am Donnerstag nach einem 210-m-Flug im Training in der Qualifikation bei 201,5 m auf.

"Das war eher eine Aufwärmrunde", sagte der Stubaier.

Der Slowene Jurij Tepes schaffte nach einem Sturz im Training mit 216,5 m die größte Weite der fix qualifizierten Athleten, zu denen auch der Steirer Wolfgang Loitzl (189,0) zählte. Tageshöchstweite erzielte im Training der Pole Piotr Zyla mit 221 m.

Gewinner der Qualifikation war der Norweger Anders Jacobsen (211,0). Auch seine Landsleute Anders Fannemel (6./216,5) und Anders Bardal (7./206,5) bewiesen die aktuelle Stärke des norwegischen Teams des Tiroler Cheftrainers Alexander Stöckl.

Pointners Schützlinge Stefan Kraft (17./198,0), Vorjahressieger Martin Koch (18./188,5) und Manuel Fettner (24./192,0) vermochten da vorerst nicht mitzuhalten. Michael Hayböck verpasste wie der Norweger Tom Hilde einen Startplatz.

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