Auf der Jagd nach dem Weltrekord

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Historische Marke könnte in Vikersund fallen

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Die Skiflug-WM von Freitag bis Sonntag in Vikersund (Norwegen) verspricht Superlative.

Für die weltbesten Skispringer geht es um Medaillen in Einzel- sowie Teambewerb und - was für manche sogar noch wichtiger ist - um eine Verbesserung des Weltrekords von 246,5 Metern.

Nach Adaptierungen an der weltgrößten Schanze könnte schon im Training am Donnerstag die 250-m-Schallmauer fallen.

Die Österreicher, allen voran Oberstdorf-Sieger Martin Koch und Ex-Weltmeister Gregor Schlierenzauer, zählen zu den ersten Anwärtern auf beide Titel.

Weltrekord bei 246,5m

Der Vikersundbakken scheint nach dem 2011 beendeten Neubau nach langer Zeit wieder ganz oben auf den Rekordlisten auf.

1967 war der Steirer Reinhold Bachler dort zur Bestmarke von 154 Meter geflogen.

Im Vorjahr schraubte Johan Remen Evensen den Weltrekord auf 246,5 Meter. Er verbesserte die bisherige Bestmarke um 7,5 Meter.

"Weltrekord ist möglich"

Nun könnte die Marke des Norwegers, der am Montag mangels Topform auf den WM-Startplatz verzichtete und gleich seinen Rücktritt erklärte, erneut übertroffen werden.

Nach einem Umbau am Ende des Aufsprunghügels könnte es vier bis fünf Meter weiter gehen, glaubt Norwegens Cheftrainer Alexander Stöckl.

"Ich denke, dass ein Weltrekord möglich ist. Aber es braucht optimale Bedingungen und auch den richtigen Fliegertyp", sagte der Tiroler.

Viele Favoriten

Die Zahl der Medaillenanwärter ist diesmal groß.

Neben den Österreichern und dem norwegischen Weltcup-Spitzenreiter Anders Bardal sowie dem Slowenen Robert Kranjec (beide Kulm-Sieger) zählen u.a. auch der Pole Kamil Stoch, der Japaner Daiki Ito und nicht zuletzt Titelverteidiger Simon Ammann (Schweiz) dazu.

Stellt die frühere Rekordschanze in Planica (Slowenien) immer wieder eine große Herausforderung für die Athleten dar, so wirken Flüge in Vikersund trotz der enormen Ausmaße - die Höhe vom Beginn des Anlaufs bis zum Auslauf beträgt 200 m - recht sicher.

Der sehr lange Auslaufradius erlaubt auch bei großer Weite eine perfekte Landung.

Koch regeneriert

Für die ÖSV-"Adler" stand nach der WM-Generalprobe in Oberstdorf und bis zum Abflug am Mittwoch Regeneration und Krafttraining im Vordergrund.

Doppelsieger Martin Koch arbeitete zudem an der Stärkung des Rückens, der in dieser Saison mehrfach Probleme bereitet hatte.

Schlierenzauer, der im Vorjahr Weltcup-Doppelsieger in Vikersund war und den österreichischen Rekord auf 243,5 m geschraubt hatte, tüftelte noch an der perfekten Abstimmung des Materials (Bindung).

"Im Moment haben andere bessere Karten"

"Es ist eine Kleinigkeit, die aber nicht so leicht in den Griff zu bekommen scheint. Am Donnerstag gilt es im Training das richtige System einzuschleifen, daran zu glauben und in der Folge durchzumarschieren", schrieb der Stubaier auf seiner Homepage.

Der WM-Zweite von 2010 und Tourneesieger sieht sich vor seinem zweiten Saisonhöhepunkt aber nicht als Favorit.

"Ich bin nur ein Mensch und mache Fehler. Im Moment haben andere bessere Karten."

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