ÖSV-Team mit Selbstvertrauen zur Tournee

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Ernst Vettori, der Sportliche Leiter der ÖSV-Skispringer, hat vor der 61. Vierschanzen-Tournee das Besondere an seinem Team herausgestrichen.

"Das war noch nie da, dass man mit vier Tourneesiegern anreist. Das zeigt, dass wir wissen, wie's geht", erklärte der Tiroler, der die Tournee selbst zweimal gewonnen hat.

Cheftrainer Alexander Pointner hatte vor vier Jahren an der Stimmung im Team gemerkt, dass sich da etwas anbahnt.

"Jetzt spüre ich, dass eine neue Qualität vorhanden ist", bekräftigte der 41-Jährige am Freitagabend in Oberstdorf.

"Lustvolles, kreatives Wettkämpfen"

Es sei kein verbissenes Nachlaufen mehr, das unbedingte Gewinnen-Müssen sei passe, betonte der Coach.

"Jetzt ist es ein lustvolles, kreatives Wettkämpfen, man kann den Wettkampf so besser steuern und genießen."

Die Vorarbeit für einen neuerlichen Erfolg ist jedenfalls geleistet, nach den jüngsten Erfolgen in Engelberg reisten die Leistungsträger voller Selbstvertrauen in den Allgäu.

Morgenstern mit Verspätung

Etwas später als seine Kollegen traf Thomas Morgenstern ein. Der Jung-Vater wollte so lange wie möglich bei seiner Familie und Tochter Lilly sein.

Titelverteidiger Gregor Schlierenzauer spürt nach der Erfüllung seines Kindheitstraumes überhaupt keinen Druck.

"Das größte Ziel ist über die Saison gesehen die Konstanz. Mein Fokus liegt auf guten Sprüngen", sagte der Gewinner von 43 Weltcup-Bewerben.

Kofler will es wissen

Andreas Kofler hat den schwierigen Auftakt mit der Disqualifikation in Lillehammer hinter sich gelassen und mit zwei Siegen an frühere Spitzenleistungen angeschlossen.

"Ich komme mit breiter Brust zur Tournee, es könnte nicht besser sein", erklärte der Tiroler.

Auf ein Ergebnis wollte sich der 28-Jährige im Vorfeld nicht festlegen. "Ich schaue auf meine Leistung, ich will so viele Granaten wie möglich zeigen. Ich will es wissen!"

Loitzl "kann überraschen"

Wolfgang Loitzl hatte die Tournee 2008/09 als erster der vier ÖSV-"Adler" gewonnen.

Sein bestes Saisonresultat ist ein vierter Platz, angesichts der ähnlichen Vorbereitung drängt sich aber aktuell ein Vergleich mit damals auf.

"Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich gut genug bin, um zu gewinnen", erklärt der Steirer.

"Da gehört ein Quäntchen dazu, das ich bisher nicht abrufen konnte, aber hoffentlich kommt es bei der Tournee", sagte der 32-Jährige. "Es ist viel möglich, ich kann wieder positiv überraschen."

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