"Bei der Tournee ist immer ein gewisses Prickeln da"

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Dem Reiz der Vierschanzen-Tournee kann sich kein Teilnehmer und auch kein Skisprung-Fan entziehen.
 
Ernst Vettori, neben Hubert Neuper und Andreas Goldberger einer von drei österreichischen Zweifach-Siegern, fährt als Sportlicher Leiter des ÖSV zum Auftakt am Samstag (Qualifikation) nach Oberstdorf.
 
"Bei der Tournee ist immer ein gewisses Prickeln da", betonte der Tiroler.
 
Auf ein Duell der Springer der zwei Gastgeberländer will er den ersten Höhepunkt des Winters nicht beschränkt wissen.
 
DSV-Aufschwung ist wichtig
 
"Es gibt auch noch andere Springer, die für den Sieg infrage kommen", erklärte Vettori. Aber natürlich sei die Topform der österreichischen und der deutschen Athleten wichtig für gesteigertes Interesse.
 
Der Aufschwung des DSV-Teams unter dem österreichischen Trainer Werner Schuster habe für den Sport enorme Bedeutung.
 
"Der deutsche Markt ist für den Wintersport generell der wichtigste, auch mit seinen Sponsoren und den Veranstaltungen", sagte der 48-Jährige.
 
"Im DSV betreiben sie das mit einem Riesenaufwand, das darf man nicht vergessen." Da sei es nur logisch, dass auch Siege gefordert würden.
 
Deutschland seit elf Jahren ohne Tournee-Sieg
 
Während die Österreicher durch vier verschiedene Springer (Wolfgang Loitzl, Andreas Kofler, Thomas Morgenstern, Gregor Schlierenzauer) zuletzt vier Tourneesiege in Folge geholt und in dieser Phase 13 von 16 Tagessiegen gefeiert hatten (nur der Schweizer Simon Ammann/2 und Tom Hilde/NOR durchbrachen die ÖSV-Phalanx), wartet Deutschland seit 2001/02 auf einen Erfolg.
 
Damals hatte Sven Hannawald als bisher einziger Springer alle vier Bewerbe einer Auflage gewonnen.
 
Im Team von Cheftrainer Alexander Pointner sind die sechs Plätze durch arrivierte Athleten praktisch fix vergeben, den über den Kontinentalcup eroberten siebenten Startplatz nimmt seit Saisonbeginn Michael Hayböck ein.
 
Der Oberösterreicher ist mit 21 Jahren der "Benjamin", aber nur ein Jahr jünger als Titelverteidiger Gregor Schlierenzauer.
 
Bei den Deutschen sind mit Andreas Wellinger (17) und Karl Geiger (19) zwei Debütanten dabei. "In Österreich ins Team zu kommen ist schwieriger als woanders", sagte denn auch Vettori. "Aber wir haben einen guten Altersmix."
 
Junge ÖSV-"Adler" im Kontinentalcup
 
Die jungen ÖSV-"Adler" sollten sich zuerst im Kontinentalcup ihre Sporen verdienen.
 
"Einige werden in Innsbruck und Bischofshofen ihre Chance bekommen, mich würde es freuen, wenn sie sich bewähren", erklärte der Olympiasieger von 1992.
 
So scharrt etwa der Salzburger Stefan Kraft als Spitzenreiter des Kontinentalcups in den Startlöchern.

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