Die Schattenseiten des Ruhms

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Von 50 auf 110 Kilogramm

Das Ende der Karriere bedeutete zunächst auch den Verlust der Kontrolle über seinen Körper. „Ich habe überhaupt nicht mehr aufs Gewicht geschaut und irgendwann 110 Kilogramm gewogen.“ Zum Vergleich: Als Aktiver brachte der Tiroler – bei einer Körpergröße von 173 Zentimetern - lediglich 50 Kilogramm auf die Waage.

„Zwei Jahre lang habe ich nichts, das auch nur annähernd mit Sport zu tun hat, gemacht. Dazu habe ich genug und ordentlich gefeiert.“ Irgendwann sei der Punkt eingetreten, an dem er zu sich selbst sagte, jetzt sei Schluss.

Ein dreiviertel Jahr ohne Alkohol und jeden Tag sportliche Betätigung, „dann war wieder alles in Ordnung. Wenn ich jetzt so zurückdenke, war es bescheuert.“

Während viele seiner damaligen Kollegen (u.a. Florian Liegl, Andreas Kofler, Thomas Morgenstern, Mathias Hafele) dem Skisprung-Zirkus als Aktive, Trainer oder Service-Techniker erhalten blieben, hat er sich gänzlich davon losgesagt.

Job-Angebot ausgeschlagen

Ein Angebot, mit Werner Schuster in die Schweiz zu gehen und dessen Trainerstab anzugehören, schlug er aus Zeitgründen aus. Wenn überhaupt, dann würde ihn ein Job mit Kindern interessieren („Nicht beim ÖSV, da verdient man wenig“), doch auch dafür fehlen ihm die Ressourcen.

Kein Wunder, ist er doch Teilhaber der Firma Medi-Car, einem Unternehmen, das auf Krankentransporte in ganz Europa spezialisiert ist. „Es gehört meinem Vater, meinem Bruder und mir, ich bin der Geschäftsführer.“ Er arbeitet dort, „seit ich nicht mehr hupfe“.

„Ich bin gerne unter Leuten und hier ist immer viel los. Ich bin durch meinen Vater hier reingerutscht, nachdem ich in der Schule stur war und in Stams die Matura nicht gemacht habe, weil mir die Lehrer auf die Nerven gingen.“ Inzwischen könne er sich nichts mehr anderes vorstellen.

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