Gemeinsam sind sie stark

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Heinz Kuttin beschwört den Teamgeist

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Spielerisch geht Heinz Kuttin an die Sache heran.

Der Kärntner ist neuer Chef im ÖSV-Adlerhorst und absolviert derzeit mit den heimischen Skispringern in Faak am See das erste gemeinsame Trainingslager.

„Es geht uns sehr gut“, erklärt Kuttin. Zwar sei das Wetter unvorhersehbar, doch der Trainingskurs laufe wie geplant. „Es gilt, den Teamgeist zu finden, damit wir allen den gleichen Zug haben und in die gleiche Richtung rudern.“

Einer für alle, alle für einen

Für den Ex-Weltmeister ist das Skispringen aktuell nicht das Wichtigste. „Wir machen viel abseits und wollen dieses Gefühl auf die Schanze rüberbringen.“ Um den Zusammenhalt zu verbessern, sind auch sämtliche Betreuer in Kärnten dabei.

„Ich glaube, das ist wichtig, damit alle merken, in welche Richtung es gehen soll“, ist der Ex-Weltmeister von seinem Weg überzeugt. Die Trainer sollen wissen, „was ein Muskelkater ist und warum ein Athlet an gewissen Tagen nicht so gut drauf ist“.

Als spielerisches Element hat sich der 43-Jährige Teamturniere ausgedacht. In mehreren Sportarten treten Mannschaften gegeneinander an. „Es herrscht eine mega Stimmung“, schwärmt etwa Thomas Morgenstern.

Die Athleten schwärmen

„Bis jetzt war es sehr cool“, ergänzt Tournee-Sieger Thomas Diethart, der erstmals eine komplette Vorbereitung mit dem Nationalteam absolviert. „Es ist alles sehr positiv und macht Spaß.“

Gregor Schlierenzauer findet es „lässig, dass wir alle gemeinsam angefangen haben und das ganze Team versammelt ist.“ Besonders Spaß hat ihm die Ruder-Einheit gemacht.

„Es war eine sehr interessante und tolle Erfahrung, zu acht in einem solchen Rennruderboot zu sitzen. Es war eine Herausforderung, weil alles synchron sein musste.“

Auch für Diethart war es eine Premiere. „Da geht es darum, zu schauen, das Gleichgewicht zu halten. Wenn man mal drin ist, geht auch was weiter, und dann macht es riesig Spaß.“

Morgenstern zuversichtlich

Bis Freitag bleiben die Super-Adler in Faak, neben Krafttests und Body Screening geht es auch noch zweimal auf die Schanze. Letzteres lässt Morgenstern aus. Noch.

„Das Wichtigste ist, körperlich in einen Zustand zu kommen, bei dem es Sinn macht, wieder auf die Schanze zu gehen“, meint der dreifache Olympiasieger, der „Ende Juni“ für ein realistisches Ziel hält.

Die Rückkehr auf den Bakken, vielerorts in Zweifel gestellt, ist für den Kärntner definitiv. Die Frage ist, wie es ihm dabei geht. „Ich muss auf die Schanze und sehe dann, wie es mir geht. Wie ist das Gefühl mit der Angst – krieg ich das über mehrere Sprünge aus dem Kopf?“

Über die Anzahl der Sprünge will Morgenstern Sicherheit aufbauen. An der nötigen Einstellung mangelt es ihm nicht. „Motiviert bin ich, Gas gebe ich auch. Ob es in die Richtung geht, die ich mir vorstelle, steht in den Sternen.“


Christoph Nister

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