"Wir begreifen es noch nicht"

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Doppelte Premiere für das "fliegende Doppelzimmer"

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"Wir haben's getan, zum allerersten Mal."

Gemäß eines Songs der Band "Echt" haben Stefan Kraft und Michael Hayböck für Premieren gesorgt.

"Krafti" gewann erstmals in seiner Karriere die Vierschanzen-Tournee, "Michi" stand erstmals in einem Weltcup-Bewerb ganz oben am Podest.

Das "fliegende Doppelzimmer", das eine enge Freundschaft verbindet, hat dem großen Druck standgehalten und die Erwartungen erfüllt.

Siegesserie hielt

Zugleich hielt die Rekordserie der österreichischen Skispringer, die dank Kraft bereits zum siebenten Mal in Folge beim Großereignis um die Jahreswende triumphierten.

Zuletzt ging der Sieg 2007/08 ins Ausland, damals setzte sich der Finne Janne Ahonen zum fünften und (bislang) letzten Mal die Krone auf.

"Ein richtig geiler Tag"

"Wenn man sich das vorstellt und durch den Kopf gehen lässt – es ist extrem cool. Ich muss jedem danke sagen, der mitgearbeitet hat und hinter mir gestanden ist. Das Ganze mit Michi zu teilen, ist wunderschön. Alles in allem ein richtig geiler Tag", erklärte der Tournee-Triumphator mit einem Grinsen über das ganze Gesicht.

Damit schrieb Kraft Geschichte, denn er ist der erste Salzburger seit Sepp "Bubi" Bradl 1953, der beim Großevent rund um den Jahreswechsel ganz oben steht.

Kein Ärger bei Hayböck

Hayböck, der den Sieg lediglich um sechs Punkte verpasste, ließ den Gedanken daran sofort los und freute sich stattdessen über Rang eins in Bischofshofen. "Ärgern wäre das Allerletzte, ich bin überglücklich mit dem Ausgang", stellte der Oberösterreicher klar.

Am Vorabend hatten die beiden noch darüber gescherzt, man könnte sich die Erfolge aufteilen. Kraft holt die Tournee, dafür schnapp sich Hayböck den Tagessieg.

""Dass es wirklich so eintrat, ist unglaublich. Wir begreifen es beide noch nicht ganz." Allzu viel Zeit dafür haben die beiden in nächster Zeit auch nicht.

Der Kulm ruft

Nach einem Tag Erholung, den beide bei sich zuhause genießen wollen, geht es am Donnerstag schon wieder weiter auf den Kulm, wo zwei Skifliegen auf dem Programm stehen.

Dabei wollen die beiden ihre Hochform nutzen und ihre persönlichen Bestmarken - Hayböck hält bei 214 Metern, Kraft bei 208 - in die Höhe schrauben. "Das ist machbar", scherzt Ersterer, "wenn sie (bezüglich des Ausbaus) nicht gelogen haben, als sie die Schanze ausgebaut haben."

It's Party-Time

Auch Kraft ist voller Vorfreude. "So, wie er auf Fotos ausschaut, ist es eine Mega-Skiflugschanze geworden. Ich bin riesig gespannt. Es wird ein Spektakel und eine echte Party."

Bevor die Party in der Steiermark steigt, besuchten sie allerdings noch die Abschluss-Fete der Tournee, die gleichzeitig als Farewell-Party von Thomas Morgenstern stattfand.


Aus Bischofshofen berichtet Christoph Nister

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