Schlierenzauer: "Finde es ein bisserl kompliziert"

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Gregor Schlierenzauer hat in der Vergangenheit des Öfteren die sommerlichen Grand-Prix-Bewerbe der Skispringer gemieden bzw. auch die Wertigkeit dieser Konkurrenzen nicht allzuhoch eingestuft.

Gefreut hat sich der Weltcup-Rekordgewinner dann aber doch, als er am Samstagabend in Einsiedeln erstmals seit 1. Oktober 2011 (Hinzenbach) wieder einen Einzelbewerb im Sommer gewonnen hat.

Wichtiges Zeichen

Auch Neo-Trainer Heinz Kuttin, der sich auch über Rang drei von Michael Hayböck freute, sieht freilich eine gute Botschaft dahinter.

"Es ist ganz wichtig für alle Athleten, dass sie wissen, dass wir so weit sind. Das gibt viel Selbstvertrauen", sagte der Kärntner, der im April Erfolgstrainer Alexander Pointner im ÖSV abgelöst hat.

Zwischen Schlierenzauer und Pointner hatte es in gewissen Phasen ja nicht das beste Einvernehmen gegeben, die Übernahme durch Kuttin sieht der 24-jährige Stubaier dementsprechend positiv.

Schlierenzauer sieht "Handschrift"

"Natürlich ist die Handschrift da und wir sind mitten im Trainingsprozess. Es sind einige Dinge anders, wir arbeiten alle gemeinsam auf hohem Niveau. Die Kurse sind sehr gut", erklärte Schlierenzauer im Gespräch mit der APA.

Er ergänzte: "Das hat sich bis jetzt nicht nur bei mir, sondern, glaube ich, auch generell schon sehr bezahlt gemacht." Grundsätzlich sei die Stimmung im Team sehr gut. "Und das taugt uns allen sehr."

"Ein bisserl kompliziert"

Dass im Sommer immer wieder gerne ein neues Regulativ oder andere Feinheiten getestet werden, ist für die FIS fast schon zum jährlichen Ritual geworden.

Der aktuelle Test, wonach der Qualifikationssprung zur Wertung dazugerechnet und das Feld nach der Qualifikation in vier Zwölfer-Gruppen aufgeteilt wird, sagt dem 52-fachen Weltcupsieger nicht zu.

"Mir gefällt das jetzt nicht so wirklich. Ich finde es ein bisserl kompliziert."

Vergleich mit den Abfahrern

Der neue Modus soll nur für die Skiflug-Bewerbe eingesetzt werden, doch gerade dort sieht Schlierenzauer die Elite lieber in einer Gruppe.

"Ich vergleiche das Skifliegen immer mit den Abfahrern. Da sind auch die Besten zum Schluss und duellieren sich."

Außerdem hätte man dadurch auch einen Trainingssprung weniger, denn die Besten würden die Qualifikation auch noch gerne als Training nützen.

Tests mit Rücken-Protektoren

Getüftelt wird im Sommer auch am sogenannten Protektor. Es handelt sich dabei um eine etwa 35 Zentimeter lange, 25 cm breite Gummi-Platte, die die Wirbelsäule schützen soll.

Man durfte dies auch bisher schon verwenden, allerdings musste man den Schutz in den engen Anzug hineinbringen. Nun darf man den Anzug etwas größer machen, wenn man den Protektor verwendet.

Der Protektor war und ist aber vorläufig weiterhin auf freiwilliger Basis einsetzbar.

Kuttin sieht "Euphorie"

Österreichs Springer übersiedeln schon demnächst nach Courchevel, wo am 15.8. der nächste Sommer-GP auf dem Programm steht.

Neo-Coach Kuttin freut sich über die Stimmung im Team. "Da ist eine Euphorie entstanden, die das Team immer mehr zusammenschweißt. Alle haben eine Freude mitzuarbeiten, dass wir im Sommer gemeinsam viel Schweiß verbrauchen."

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