Meilensteine einer Karriere

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Gregor Schlierenzauer: Meilensteine einer Karriere

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Er eilt von Rekord zu Rekord und setzt permanent neue Maßstäbe.

Gregor Schlierenzauer hat in Planica einmal mehr sein Ausnahmetalent unter Beweis gestellt und mit seinem Sieg im Skifliegen die 50 voll gemacht.

Bei all seinen Erfolgen wird es immer schwieriger, die passenden Superlative zu finden. Schlierenzauer springt und fliegt in einer eigenen Liga und bastelt an seinem eigenen Denkmal.

Schon jetzt hat er seinen Platz in den Annalen des Wintersports sicher. LAOLA1 blickt auf einen einzigartigen Athleten - die Meilensteine in der Karriere des Gregor Schlierenzauer:

  • Junioren-WM-Gold 2006

Gerade 16 Jahre war Schlierenzauer jung, als er im Februar 2006 im Rahmen der Junioren-Weltmeisterschaft im slowenischen Kranj international erstmals groß absahnte. Zunächst gewann er solo von der Normalschanze, um zwei Tage später mit der Mannschaft nachzulegen.

 

  • Weltcup-Debüt 2006

Nur wenige Wochen nach seinem Erfolg in Kranj feierte "Schlieri" sein Weltcup-Debüt. Am 12. März 2006 durfte er sich im Mekka des Nordischen Skisports, am Osloer Holmenkollen, mit den Besten der Welt messen. Gleich bei seiner Premiere erreichte der Tiroler das Finale der Besten 30 und klassierte sich auf dem 24. Rang.

  • Erster Weltcupsieg

Ganze drei Springen dauerte es, ehe erstmals am Ende eines Wettkampfes die "1" für Schlierenzauer aufleuchtete. Am 3. Dezember 2006, der Jungspund zählte noch immer 16 Lenze, katapultierte sich der Halbzeit-Dritte mit der Tageshöchstweite (137 Meter) noch zum Sieg und verwies Anders Jacobsen und Adam Malysz auf die Plätze.

 

  • Erste WM/Erste WM-Goldmedaille

Aufgrund überragender Leistungen im Weltcup wurde das Ausnahmetalent von Cheftrainer Alexander Pointner für die WM in Sapporo nominiert. Auf der Großschanze stand ein zehnter Platz zu Buche, auf der Normalschanze sprang Schlierenzauer zu Rang acht. Im Teambewerb durfte er sich über seine erste WM-Medaille - und zwar in Gold - freuen.

  • Skiflug-WM-Gold 2008

Ein weiterer Meilenstein in der Karriere des Gregor Schlierenzauer war die Skiflug-Weltmeisterschaft 2008 in Oberstdorf. Nach jedem der ersten drei Durchgänge auf Platz zwei rangierend, bewies er im Finale einen kühlen Kopf und schob sich mit Durchgang-Höchstweite noch an Martin Koch vorbei zu Gold. Am Tag darauf krönte er die Titelkämpfe mit Team-Gold.

 

  • Erster Gesamtweltcupsieg

13 Weltcupsiege (davon sechs in Folge, was die Einstellung eines Rekordes bedeutete), 20 Podestplätze und eine Gesamtpunktezahl von 2.083, die ihm Platz eins in der ewigen Bestenliste einbrachte. Im Winter 2008/09 war "Schlieri" eine Klasse für sich. Der gerechte Lohn war der erstmalige Gewinn der großen Kristallkugel.

  • Erfolgreichster Österreicher aller Zeiten

Objektiv betrachtet war es ein Weltcupsieg von vielen, doch bei genauerem Hinsehen war Schlierenzauers Erfolg am 19. Dezember 2009 in Engelberg ein ganz spezieller. Er bedeutete den 26. in seiner Weltcup-Karriere, wodurch er Andreas Felder als erfolgreichsten Österreicher aller Zeiten ablöste.

 

  • Erste Olympische Spiele/Erste Olympia-Medaillen

Die Olympischen Spiele 2010 in Vancouver waren die ersten in der Karriere Schlierenzauers. Es sollten höchst erfolgreiche werden. In den beiden Einzelbewerben landete er jeweils auf dem Bronzerang, mit dem ÖSV-Team stieg er noch zwei Stufen höher, wodurch sich der Stubaier seither auch Olympiasieger nennen darf.

  • Erstes Einzel-Gold bei einer Nordischen Ski-WM

Die "Superadler" räumten seit Jahren gemeinsam alles ab - in Oslo sollte sich das nicht ändern. Auf der Normal- und der Großschanze waren die rot-weiß-roten Skispringer von der Konkurrenz nicht zu biegen und holten jeweils die schönste aller Medaillen. Schlierenzauer setzte sich selbst die Krone auf und gewann überdies solo Gold auf der Großschanze.

 

  • Erster Vierschanzentournee-Sieg

Es bedurfte mehrerer Anläufe, ehe sich der Tiroler auch seinen wohl größten Traum erfüllte: Jenen des Gesamtsieges bei der Vierschanzentournee. Nachdem er mehrfach knapp scheiterte, zeigte er dem Rest der Welt 2011/12 die Grenzen auf und holte sich überlegen den Gesamtsieg vor Thomas Morgenstern und Andreas Kofler.

  • Erfolgreichster Weltcup-Springer

"Jetzt darf ich es sagen: Ich glaube, ich bin eine Legende." Gregor Schlierenzauer fiel ein Stein vom Herzen, als er es endlich geschafft hatte. Beim Skifliegen in Harrachov am 3. Februar feierte er den 47. Weltcupsieg und löschte die bisherige Bestmarke des Finnen Matti Nykänen aus.

 

  • 50. Weltcupsieg

Der vorerst letzte Akt einer einzigartigen Erfolgsgeschichte: Beim Skifliegen in Planica war er einmal mehr nicht zu schlagen und baute seine Weltcupstatistik auf nunmehr 50 Erfolge aus. "Es ist richtig lässig. Es taugt mir, dass es mir bis zum Schluss gelungen ist, ganz oben zu stehen. Die Zahlen klingen unglaublich." Zugleich gewann er als erster Athlet überhaupt zum dritten Mal den Skiflug-Weltcup.

To be continued ...

 

Christoph Nister

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