"Die Batterien aufladen"

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"Die Batterien aufladen und einmal springen"

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Die Generalprobe hat bereits einen Vorgeschmack auf die Vierschanzen-Tournee geliefert.

Die ÖSV-Skispringer, die durch Andreas Kofler und Gregor Schlierenzauer in Engelberg die Sieger stellten, und die Deutschen prolongierten ihr Duell und waren am Sonntag jeweils zu dritt unter den ersten sechs vertreten.

Die Lufthoheit gehört vor dem Auftakt am 29.12. (Qualifikation) in Oberstdorf aber dem Team von Alexander Pointner. Der ÖSV übernahm die Führung im Nationencup und Titelverteidiger Schlierenzauer kommt als dreifacher Saisonsieger im Gelben Trikot zum ersten Saisonhöhepunkt.

"Die Batterien aufladen"

Nach vier Siegen in Serie in Sotschi und in der Schweiz ist bei den ÖSV-"Adlern" zunächst Regeneration angesagt.

"Die Batterien aufladen, das Krafttraining fortsetzen und einmal springen, damit ich im Rhythmus bleibe", nannte Schlierenzauer sein Programm bis Weihnachten.

Der 22-Jährige kann die Tournee diesmal recht entspannt in Angriff nehmen. "Ich habe jetzt 43 Siege, das ist eine tolle Motivation", erklärte der Stubaier.

"So wie die Saison verläuft, das taugt mir unheimlich." Schlierenzauer kommt der angepeilten Rekordmarke des Finnen Matti Nykänen immer näher, nur drei Erfolge fehlen noch.

Kofler ist beruhigt

Die Siege auf den jüngsten zwei Stationen hat er sich mit seinem Trainingspartner Andreas Kofler geteilt. "Ich kann beruhigt in die Weihnachtsferien gehen", sagte der Tourneesieger von 2010.

Nach der Verunsicherung durch die Disqualifikation in Lillehammer hat der 28-jährige Kofler zuletzt wieder an die starken Leistungen der vergangenen Saison angeschlossen.

Die Formkurve der zwei anderen ÖSV-Tourneesieger in den vergangenen vier Auflagen verlief zuletzt unterschiedlich.

Gemischte Gefühle bei Loitzl und Morgenstern

Wolfgang Loitzl (Gewinner 2009) erlebte mit den Plätzen sechs und vier sein stärkstes Weltcup-Wochenende seit Engelberg 2010 (3./7.). "Das war das Beste, das mir im Hinblick auf die Tournee passieren konnte", betonte der 32-Jährige. "Es wird qualitativ immer besser, das bestätigt mich auf meinem Weg."

Thomas Morgenstern (Gewinner 2011) musste hingegen einer vorangegangenen Erkrankung Tribut zollen und kam über die Plätze 15 und 30 nicht hinaus. "Ich habe mir sehr schwer getan", erklärte der Kärntner.

Erholen und gemeinsam mit Stützpunktcoach Heinz Kuttin das verlorene Vertrauen zurückzuholen, sieht der 26-Jährige als seine sportlich wichtigsten Ziele. Doch die werden in nächster Zeit in den Hintergrund treten - Morgenstern wird erstmals Vater, der Geburtstermin liegt noch vor dem Tourneebeginn.

Heimvorteil wird ausgespielt

Während die deutschen Springer mit ihrem Kleinwalsertaler Coach Werner Schuster vor dem Tournee-Auftakt noch in Oberstdorf trainieren, wollen die Österreicher in Innsbruck den Heimvorteil wahren.

"Wir haben das große Glück, vielleicht noch auf einer österreichischen Tourneeschanze zu springen, diese Chance wollen wir nützen", kündigte Cheftrainer Pointner an.

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