Thomas Morgenstern bald wieder im Wettkampf?

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Thomas Morgenstern ist am Samstag beim Sommer-Grand-Prix der Skispringer als Zuschauer in Wisla gewesen.

Der Kärntner flog per Hubschrauber nach Polen und wird dann auch von Montag bis Mittwoch Trainingseinheiten absolvieren.

Erstmals ließ der dreifache Olympiasieger in einem Interview durchblicken, dass man ihn vielleicht schon bald wieder wettkampfmäßig sehen könnte.

Nicht nur als moralische Unterstützung in Polen

"Ich war schon lange nicht mehr in Polen aus diversen Gründen. Ich bin es meinen Fans schuldig, dass ich da mal auftauche", erklärte Morgenstern, der den Bewerb ohne Wettkampfdruck "aus einem anderen Winkel" sehen konnte. "Dann bleibe ich natürlich da mit der Mannschaft und trainiere noch."

Morgenstern wird von Montag bis Mittwoch auf einer etwas größeren 90er-Schanze in Wisla-Nähe trainieren. "Für mich ist der Weg bis zum Winter noch ein breiter und deshalb habe ich im Moment noch nichts verloren wie hier auf der Großen in Wisla. Ich möchte mich step by step herantrainieren", verriet Morgenstern.

Ob man ihn im laufenden Sommer-Grand-Prix, der ja bis Anfang Oktober dauert, noch auf einer Schanze sehen wird, wollte der 27-jährige, zweifache Weltcup-Gesamtsieger nicht verneinen.

"Grundsätzlich beschränke ich mich auf das Training, aber ich will es nicht ausschließen." Er will schauen wie es bei ihm von Woche zu Woche funktioniert. "Wenn nicht irgendwas dazwischen kommt, dann möchte ich schon den einen oder anderen Wettkampf auch im Sommer-GP bestreiten, aber eher erst die letzten beiden", bezog sich Morgenstern auf Hinzenbach und Klingenthal (Ende September/Anfang Oktober). Außerdem gebe es auch noch die österreichische Meisterschaft.

Schwierige Saison soll vergessen werden

Morgenstern hatte nach einigen Tiefschlägen Mitte Dezember 2013 seinen ersten Weltcupsieg seit fast zwei Jahren gefeiert, um bereits am nächsten Tag wegen eines schweren Sturzes im Krankenhaus zu landen.

Morgenstern erlitt einen Fingerbruch, Prellungen am ganzen Körper und Abschürfungen im Gesicht, trotzdem nahm er zum Jahreswechsel an der Vierschanzentournee teil und wurde sogar Gesamtzweiter.

Wenige Tage später stürzte der Kärntner im Skiflugtraining auf dem Kulm aber besonders schwer. Morgenstern erlitt ein Schädelhirntrauma und eine Lungenquetschung, aber auch davon erholte sich der ehemalige Seriensieger zumindest körperlich schnell, wurde rechtzeitig für Olympia wieder fit und holte mit dem Team sogar Silber. Er beendete danach die Saison aber verfrüht und ließ seine sportliche Zukunft offen.

Die Zeichen standen aber zuletzt eindeutig auf einer Fortsetzung seiner so erfolgreichen Karriere, möglicherweise aber mit Ausnahme von Skiflug-Bakken.

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