Morgenstern schlägt zurück

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Podestplatz macht Morgenstern "Lust auf mehr"

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Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt.

Zwei Gefühlslagen, die sich auch und vor allem im Sport immer wieder fließend die Klinke in die Hand geben.

So auch bei Thomas Morgenstern. Am Freitag nicht für den Mixed-Bewerb nominiert, wollte er es am Samstag sich selbst und allen anderen im ersten Einzelwettkampf der Saison zeigen.

Super, dass es los geht“

Und das tat er dann auch. Rang zwei in Lillehammer, geschlagen nur vom Deutschen Severin Freund. „Morgi“ strahlte bis über beide Ohren.

„Es war die ganze Woche nie ein Unsicherheitsfaktor da“, erklärte der Kärntner nach dem Wettkampf. „Von Anfang an hatte ich das Gefühl: Super, dass es los geht, mir taugt's!“

Es macht Lust auf mehr“

Gerade vor dem zweiten Durchgang, in dem er sich noch von Platz fünf („Ich hätte mir eine etwas bessere Ausgangsposition verschaffen können.“) auf zwei vorkämpfte, war er vollends von sich und seinem Können überzeugt.

„Es war ein Gefühl der Erleichterung! Ich bin am Balken gesessen und habe gewusst, jetzt geht es weit. Das Gefühl hatte ich schon lange nicht mehr. Es macht Lust auf mehr.“

Note 20 für die Haltung

Besonders begeistert hat den 26-Jährigen, dass er sogar eine 20 für die Haltung erhielt. „Voll geil! Ich habe es von Wolfgang Loitzl übermittelt bekommen, unserem 'King of Style'“.

Ganz hinwegtäuschen über die Nichtnominierung im Mixed-Bewerb konnte aber weder der zweite Platz noch das „geile Gefühl“, das Morgenstern hatte.

Die Frage nach dem „Warum“

„Es hat mich enttäuscht“, so der Gewinner von 22 Weltcup-Springen. Vor allem deshalb, weil es „kein Warum“ gegeben hat. „Wenn man das Papier von Freitag her nimmt, sieht man es schwarz auf weiß. Ich hätte mir gedacht, dass auch andere Dinge einfließen“, erklärt er kryptisch.

Schlussendlich sei er allerdings froh, nicht am Start gewesen zu sein, „weil es ein komischer Wettkampf war. In dem Fall muss ich eigentlich danke sagen.“

Vorfreude auf die Großschanze

Nun freut er sich riesig, dass es auf am Sonntag auf die Großschanze geht. „Ich hätte es mir nicht gedacht. Was sie (die Veranstalter, Anm.) wieder her gezaubert haben über die Nacht, ist sensationell. Ich bin gespannt und gehe mit großer Freude heran.“

Abschließend fügt er noch etwas an, das die Konkurrenz in Alarmbereitschaft setzen sollte: „Es war bisher so, dass es sich auf der großen noch einmal besser anfühlen sollte. Sie kann also kommen.“

 

Christoph Nister/Lillehammer

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