Zu starker Wind - zweites Springen am Kulm abgesagt

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Gegen das Sturmtief, das am Sonntag über Österreich zog, waren auch die Veranstalter des Skiflug-Weltcups auf dem Kulm bei Bad Mitterndorf machtlos.

Am Samstag hatten sie mit großen Anstrengungen nach Sturm und Warmwetter die Austragung noch ermöglicht, am Sonntag musste man nach stundenlanger Arbeit kapitulieren. Der Sturm mit nahezu 80 km/h zwang aus Sicherheitsgründen zur Absage.

Anlaufspur wurde neu präpariert

Temperaturen um zehn Grad und warmer Wind hatten über Nacht die Anlaufspur praktisch weggefressen, das Kühlsystem war überfordert.

In der Früh wurde entschieden, den Anlauf mit rund 120 Kubikmeter Schnee von der Tauplitzalm völlig neu zu präparieren, später sollte dank Kühlung die Spur gefräst werden.

Diese Arbeiten wurden auch positiv erledigt. "Die Spur war fertig und damit die Grundvoraussetzung für die Durchführung geschaffen", erklärte OK-Chef Hubert Neuper.

Sturm erzwingt Absage

Schließlich war es der aufkommende Sturm, der rund eine Stunde vor dem geplanten Beginn die Absage erzwang. 5.240 Zuschauer hatten sich trotz der Wetterkapriolen an der Schanze eingefunden - mit normalen Karten erhalten sie laut Neuper das Eintrittsgeld zurück.

"Wir haben uns im Einvernehmen mit der Behörde entschließen müssen, die Veranstaltung abzusagen", erklärte ÖSV-Geschäftsführer Klaus Leistner.

Die Sicherheit der Zuschauer und natürlich auch der Springer sei nicht mehr gewährleistet gewesen. Die Gefahr, dass Besucher durch umherfliegende kleine Zelte oder umstürzende Bäume verletzt würden, sei zu groß gewesen.

Der ÖSV kommt als Veranstalter trotz der Absage der Bewerbe am Kulm und der Damen-Skiweltcuprennen in Bad Kleinkirchheim glimpflich davon.

"Das Sturmtief hat uns voll erwischt. Dank der Versicherung werden aber die schlimmsten Folgen abgefedert", erklärte Leistner. Über die Höhe der Prämien, die der ÖSV bezahlt, wollte sich Leistner nicht äußern.

Leidtragenden sind die Fans

Neuper tat es für die Besucher leid - am Samstag hatten rund 20.000 Fans für eine tolle Atmosphäre gesorgt und beim Sieg des deutschen Schanzenrekordlers Severin Freund (237,5 m im Training am Freitag) auch den zweiten Platz des Tourneesiegers Stefan Kraft und die Tagesbestweite des Slowenen Jurij Tepes (231 m) bejubelt.

Stark wechselnder Rückenwind hatte allerdings zahlreichen Springern jede Chance auf weite Flüge genommen. Neuper: "Ich bin den Fans im Wort und möchte sagen können, dass wir alles getan haben, um die Veranstaltung durchzuführen."

Ob die ausgefallene Skiflug-Konkurrenz noch an einem anderen Ort nachgetragen wird, ist derzeit nicht absehbar.

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