Dem großen Ziel ganz nah

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"Es wird spannend, es ist nicht viel Vorsprung"

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Weltmeisterin 2011, Olympia-Silber 2014, bisher neun Weltcup-Siege: Daniela Iraschko-Stolz könnte schon am Wochenende bei den beiden Bewerben in Ljubno (Slowenien) den nächsten großen Triumph fixieren.

Die 31-jährige Steirerin führt mit 109 Punkten Vorsprung im Gesamt-Weltcup vor der Japanerin Sara Takanashi und insgesamt stehen nur noch drei Konkurrenzen im Kalender.

Gelbes Trikot steht im Vordergrund

Mit ihrem vierten Saisonsieg am Samstag sowie Rang drei am Sonntag in Rasnov hat die Wahl-Tirolerin ihre großartige Form neuerlich bewiesen. Und natürlich will Iraschko-Stolz die Führung gar nicht mehr abgeben.

"Im Vordergrund steht die Verteidigung des Gelben Trikots, das möchte ich bis zum Schluss behalten. Das wäre schon cool", sagte Österreichs aktuell beste Skispringerin nach den Podestplätzen in Rumänien.

Einmal Weltcupsiegerin zu werden, sei ein Kindheitstraum von ihr gewesen. Da hatte sie aber auch noch davon träumen müssen, dass die junge Sportart Damen-Skispringen überhaupt Weltcup-Status erlangt. Diesen haben die Damen erst in der Saison 2011/12 zugesprochen bekommen, in der ersten Saison hatte Iraschko-Stolz den zweiten Rang belegt.

Schon 2009 in Liberec hatte es die ersten Weltmeisterschaften gegeben, 2014 durften die Skispringerinnen erstmals um olympische Medaillen in die Anlaufspur.

"Es ist nicht viel Vorsprung"

Ein Weltcup-Gesamtsieg würde Iraschko-Stolz sehr viel bedeuten. "Es ist sportlich eine Riesenleistung, weil man da über eine Saison sehr gut sein muss. Wenn man so wenige Wettkämpfe hat wie wir, darf man nicht ein einziges Mal auslassen. Das macht das Ganze spannend."

Und natürlich scheint der Traum zum Greifen nahe: "Es kommt schon immer mehr der Gedanke, dass ich es heuer schaffen könnte."

Doch die Steirerin warnt vor Vorschusslorbeeren. "Es wird noch spannend, es ist nicht viel Vorsprung." 109 Punkte auf Takanashi, die in den vergangenen beiden Saisonen die große Kristallkugel geholt hat und mit 26 Weltcupsiegen Rekordhalterin ist, sind erst die halbe Miete.

Dennoch: Bei dementsprechenden Leistungen könnte Iraschko-Stolz schon am Wochenende (Samstag/Sonntag/jeweils 14.00 Uhr) den Sack zumachen. Und somit noch vor den Weltmeisterschaften in Falun ein großes Karriereziel verwirklichen, denn nach Schweden steht nur noch ein Weltcup-Bewerb am 13. März auf dem Holmenkollen in Oslo auf dem Programm.

"Ich bin unbeschwert"

Druck will sich Iraschko-Stolz keinen machen. "So lange die Form stimmt und die Sprünge passen, bin ich unbeschwert und gebe in Ljubno wieder Gas", verspricht sie und ergänzt, "ich gehe jetzt jeden Tagen krafteln, weil Ljubno einen ziemlich rasanten Radius hat - damit ich den heuer auch 'derblase'", sagte sie lächelnd.

Bei den Weltmeisterschaften sind die Damen ja in zwei Bewerben engagiert: Am 20. Februar geht der Einzelbewerb von der Normalschanze in Szene und schon zwei Tage später der Mixed-Bewerb (je 2 Damen und Herren).

Neben Iraschko-Stolz bieten sich Jacqueline Seifriedsberger, Eva Pinkelnig und Chiara Hölzl für Coach Andreas Felder für die WM-Tickets an. Noch nicht fixiert ist, ob vielleicht noch eine fünfte Dame den Trip nach Schweden mitmacht.

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