Deutschland und Norwegen fordern ÖSV-Adler

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Sollten die ÖSV-Favoriten den neuerlichen Sieg bei der Vierschanzen-Tournee nicht schaffen, stehen die Chancen, dass zumindest der Trainer des nächsten Siegers der Skisprung-Traditionsserie aus Österreich kommt, ziemlich gut.

Denn die von den rot-weiß-roten Chefcoaches Werner Schuster und Alexander Stöckl betreuten Deutschen und Norweger sollten Andreas Kofler und Co. am ehesten ärgern können.

Schusters aktueller Topspringer Richard Freitag und der hinter Kofler im Weltcup zweitplatzierte Stöckl-Schützling Anders Bardal waren in dieser Saison in bisher sieben Bewerben die einzigen nicht-österreichischen Sieger.

Bardal verbuchte zudem drei weitere Podestplätze, was Freitag zusammen mit seinem Teamkollegen Severin Freund ebenfalls gelang.

Norweger haben Luft nach oben

Stöckl, wie Schuster einst ÖSV-Nachwuchstrainer, hat seit seinem Amtsantritt im Sommer vor allem an der Verbesserung der Athletik der Norweger gearbeitet.

Nach anfänglichen Problemen fanden Bardal und auch der Vorjahres-Tournee-Dritte Tom Hilde im Saisonverlauf immer besser in die Spur.

Dennoch tritt ihr Cheftrainer im Tournee-Vorfeld auf die Euphoriebremse.

"Obwohl wir gesehen haben, wie gut wir sein können, und gute Ergebnisse erzielt haben, müssen wir uns weiter verbessern", bekräftigte der 38-jährige Tiroler.

"Können tragende Rolle spielen"

Der seit 2008 amtierende Schuster kann nach mageren Jahren wieder positiv in Richtung Tournee blicken.

"Severin Freund und Richard Freitag haben sich mit ihren Vorleistungen unter den Top Ten festgesetzt und damit die Grundlage geschaffen, um bei der anstehenden Tournee im Tagesgeschäft eine tragende Rolle spielen zu können."

"Diese Situation haben wir uns immer gewünscht, und mit entsprechend breiter Brust wollen wir nun in die Tournee starten", betonte der Vorarlberger.

Keine Zeit für Spekulationen

Sein Top-Duo sei in der Lage, bei allen Tournee-Bewerben um Podestplätze mitzukämpfen.

Von einem möglichen Gesamtsieg wollte Schuster hingegen noch nichts wissen.

"Was die Gesamtwertung angeht, so kann man hierzu frühestens nach dem zweiten Springen in Deutschland Spekulationen anstellen", so der 42-Jährige.

Ammann nur Außenseiter

Deutschland wartet bereits seit zehn Jahren auf einen Tournee-Sieg. Damals triumphierte Sven Hannawald mit vier Tagessiegen.

Norwegens jüngster Triumph gelang dem mittlerweile zurückgetretenen Anders Jacobsen vor fünf Jahren.

Abseits der drei ÖSV-Anwärter Kofler, Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern, sowie Bardal und den Deutschen wird von Experten nur noch dem Polen Kamil Stoch der Tournee-Sieg zugetraut.

Olympiasieger Simon Ammann war in diesem Winter bis dato noch nicht in Hochform, deshalb werden dem Schweizer diesmal lediglich Außenseiterchancen eingeräumt.

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