ÖSV-Trainer tritt zurück

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Elden tritt ab, Lamy Chappuis holt Kristall

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Der Franzose Jason Lamy Chappuis hat sich seinen dritten Weltcup-Gesamtsieg in Folge nicht mehr nehmen lassen.

Der 25-jährige Olympiasieger belegte am Samstag im letzten Saisonbewerb der Nordischen Kombination in Oslo Platz acht und hielt den einen Rang vor ihm gelandeten Japaner Akito Watabe mit 68 Punkten Vorsprung sicher auf Distanz.

Der Salzburger Bernhard Gruber wurde wie vor vier Jahren Gesamt-Vierter. Den Tagessieg am Holmenkollen sicherte sich überraschend der US-Amerikaner Bryan Fletcher.

Elden erklärt Rücktritt

Für das ÖSV-Team, dem Cheftrainer Bard Jörgen Elden nach drei Jahren unerwartet den Rücken kehrt, gab es durch Wilhelm Denifl (6.) und Christoph Bieler (9.) zwei Top-Ten-Platzierungen.

Der Saisonabschluss am WM-Schauplatz des Vorjahres wurde statt in zwei Sprüngen und einem 15-km-Lauf wegen der warmen Witterung nach nur einem Sprungdurchgang und 10 Kilometern in der Loipe entschieden.

Denifl (8. nach dem Springen) konnte im Zielsprint der Spitzengruppe nicht mehr ganz mithalten, sein Saisonfazit fiel aber positiv aus. "Eine großartige Saison geht für mich zu Ende. Ich habe meinen ersten Podestplatz im Einzel gefeiert und im Langlaufen stark aufgeholt", meinte der Tiroler.

ÖSV ohne Podestplatz

Sein engerer Landsmann Bieler (7.) hatte bereits davor den Anschluss an die erste Verfolgergruppe verloren und sprach danach von einem "durchwachsenen Winter". Der nach dem Springen führende Japaner Taihei Kato war auf dem letzten Kilometer von Tagessieger Fletcher distanziert worden und musste auch noch Lokalmatador Mikko Kokslien vorbeilassen.

Der Olympia-Dritte Gruber belegte hinter Mario Stecher zwar nur Platz 19, der einzige ÖSV-Saisonsieger verteidigte mit 765 Punkten aber seinen vierten Platz in der Gesamtwertung hinter Lamy Chappuis, Watabe und Kokslien sowie vor dem Deutschen Björn Kircheisen.

"Der Grund ist die Familie"

"Meine Bilanz ist durchwegs positiv. Eine Erkrankung Anfang Jänner hat mich einiges gekostet, ansonsten war ich ab Mitte Dezember immer gut dabei. Für die nächsten zwei Jahre habe ich mir einiges vorgenommen. Speziell im Laufbereich möchte ich einen deutlichen Schritt nach vorne machen", betonte Gruber.

Dieser muss ohne Elden erfolgen, denn der Norweger kehrt in die Heimat zurück. "Ich habe mich nach langem Überlegen dazu entschieden, aufzuhören. Es waren drei großartige Jahre beim ÖSV und das Team ist mir wirklich ans Herz gewachsen. Der Grund für meine Entscheidung ist die Familie. Ich möchte mit ihnen in Norwegen leben", sagte Elden.

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