Kombinierer holen ersten Sieg

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Gruber erlöst den ÖSV, Denifl erstmals am Podest

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Die österreichischen Nordischen Kombinierer haben sich am Samstag eindrucksvoll mit Liberec versöhnt.

Der Salzburger Bernhard Gruber sorgte an der Stätte der total verpatzten WM 2009 für den ersten ÖSV-Weltcup-Saisonsieg, zudem kletterte der Tiroler Wilhelm Denifl in Tschechien als Dritter hinter dem deutschen Weltmeister Eric Frenzel erstmals in seiner Karriere auf das Weltcup-Podest.

Die beiden Österreicher waren als Top-Duo nach dem Springen zeitgleich in den 10-km-Langlauf gegangen. Gruber spielte seine derzeitige Hochform bei frühlingshaften Schneebedingungen aus und ließ sich seinen dritten Weltcup-Erfolg nicht mehr nehmen.

"Heute hat alles gepasst"

Der 29-Jährige lief 22 Sekunden vor Frenzel souverän zu seinem insgesamt dritten Einzelerfolg nach zwei Siegen im Jahr 2008.

Der Olympiadritte von Vancouver stand damit zum bereits vierten Mal in Folge auf dem Podest, zuletzt war er in Almaty und Klingenthal zweimal Dritter und einmal Zweiter geworden.

"Ich bin überglücklich. Ich habe gewusst, dass ich das draufhabe. Heute hat alles gepasst: Der Sprung, die Ausgangsposition, der Langlauf und auch die Skier", betonte Gruber.

Denifl fällt Stein vom Herzen

In der Gesamtwertung verbesserte er sich um zwei Positionen auf Rang fünf. Es stehen noch vier Saisonbewerbe aus, am Sonntag folgt in Liberec noch ein Penalty-Rennen. "Ich hätte nichts dagegen, wenn es so weitergeht", meinte Gruber.

Denifl schaffte es indes im Alter von 31 Jahren bzw. im 173. Einzelbewerb erstmals auf das Podest. Der Tiroler hatte bisher vier vierte Plätze als Bestleistung zu Buche stehen. "Mir fällt ein großer Stein vom Herzen. Ich bin heilfroh, dass einmal alles perfekt zusammengepasst hat", erklärte Denifl.

ÖSV-Sportdirektor Ernst Vettori durfte sich nach Team-Gold bei der Junioren-WM am Samstag in der Türkei über ein weiteres Erfolgserlebnis der Kombinierer freuen.

Lamy Chappuis behauptet Führung

"Das ist ein tolles Wochenende für unsere Kombinierer. Ich bin sehr froh, dass sie sich im Laufe der Saison so stark gesteigert haben, das gibt uns natürlich Hoffnung für die nächsten Bewerbe", sagte Vettori am Rande der Skiflug-WM.

Andere Topathleten waren bei schwierigen Windbedingungen bereits auf der Schanze aussichtslos in Rückstand geraten. Weltcup-Spitzenreiter Jason Lamy Chappuis kam deshalb nicht über Rang 21 hinaus.

Der Franzose behielt aber vor dem diesmal fünfplatzierten Japaner Akito Watabe die Gesamtführung.

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