Stecher schon zum Auftakt stark

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Stecher zum Auftakt starker Vierter

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Mario Stecher ist trotz kurzer Vorbereitung nach einer Knieoperation nahezu perfekt in die Saison gestartet.

Nach dem vierten Rang zum Weltcup-Auftakt in Kuusamo am Freitag war der 34-jährige Nordische Kombinierer vor allem mit seiner Sprungleistung zufrieden.

"Das war eine tolle Sache, denn es waren absolut keine leichten Bedingungen", erklärte der Steirer.

Dem Norweger Magnus Krog gelang der erste Sieg, über den sich auch sein österreichischer Sprungtrainer Klaus Huber freute.

Starker Sprung

Stecher hat in der Vorbereitung nur rund 20 Mattensprünge absolviert, dazu kamen zuletzt einige Sprünge auf Schnee.

Doch auf der windanfälligen Schanze in Finnland bewies der Team-Weltmeister von Oslo, dass er nach einem neuerlichen Eingriff am Knie auch vom Kopf her bereit ist für weite Flüge.

"Ich habe zwei Sprünge gebraucht, um mich einzustellen, dann war es ein sehr annehmbares Ergebnis", bilanzierte Stecher nach Rang fünf von der Großschanze.

Im Finish fehlt die Kraft

Die Chance auf einen Podestplatz vergab er erst im Finish des 10-km-Laufs.

Er hatte in einer Vierer-Gruppe mit Krog, dem Japaner Akito Watabe (Gesamt-Zweiter) und dem Finnen Janne Ryynänen (5.) den führenden Deutschen Tino Edelmann (3.) eingeholt, der Tiroler Willi Denifl (10.) hatte als zweitbester Springer etwas den Anschluss verloren.

"Krog hat mir auf der ersten Runde die Schneid abgekauft, da ist er sehr schnell gelaufen. Das hat Kraft gekostet, die hat mir am Ende gefehlt", sagte Stecher, der 6,7 Sekunden hinter dem Dritten blieb.

Operationen hinterlassen Spuren

Der zweifache Team-Olympiasieger springt schmerzfrei, bringt im Skaten Topleistungen, doch beschwerdefrei ist er keineswegs. Zahlreiche Operationen haben Spuren hinterlassen.

"Auf der Schanze tut nichts weh, aber normal laufen kann ich nicht. Ein Lauftraining (ohne Ski, Anm.) ist kein Thema", erklärte der Wahl-Pitztaler.

Denifl fällt in der Loipe zurück

Denifl sprang auf seiner Lieblingsschanze mit 136,5 Meter die Bestweite, aufgrund der Abzüge wegen des günstigen Windes blieb der zweite Rang. Im Laufen fiel er auf den zehnten Rang zurück.

"Mir fehlen noch die Rennkilometer", sagte der 31-jährige Stubaier, der lange Zeit alleine laufen musste. "Aber ich habe mich noch gut durchgekämpft, mit dem zehnten Platz kann ich zufrieden sein.

Bieler: "Im Springen verbockt"

Pokalverteidiger Jason Lamy Chappuis musste sich nach mäßigem Sprung mit dem 16. Rang begnügen und lag damit inmitten eines Österreicher-Pakets mit Christoph Bieler (14.), Bernhard Gruber (15.) und David Kreiner (17.).

"Ich habe es im Springen verbockt und den Absprung verschlafen", meinte Bieler nach dem neunten Rang von der Schanze. "Wenn ich da ganz vorne dabei bin, ist viel möglich."

Eine Überraschung, die keine ist

Krog stach diesmal sogar seinen höher eingeschätzten Teamkollegen Magnus Moan aus und stand erstmals ganz oben auf dem Podest.

"Für uns ist das keine Überraschung, er ist ein sehr starker Läufer und ist heute super gesprungen", sagte Huber.

"Wir haben mit ihm, Moan und Mikko Kokslien (8., Anm.) jetzt drei Leute, die vorne dabei sein können."

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