ÖSV-Kombinierer heiß auf Heim-Event

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Die ÖSV-Mannschaft geht am Wochenende voller Erwartungen in die zweite Auflage des "Nordic Combined Triple", das neu geschaffene Format der nordischen Kombinierer, in Seefeld.

War der 14. Rang von Mario Stecher bei der Premiere im Vorjahr die beste Platzierung eines Österreichers, so spekuliert Trainer Christoph Eugen diesmal mit einem Podestplatz.

Ehrgeizige Ziele des Trainers

"Die erste Weltcup-Periode war durchwachsen", gestand Eugen am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Seefeld. "Wir haben daraus aber unsere Erkenntnisse gezogen. Die Tendenz zeigt eindeutig nach oben."

So gelang Lukas Klapfer in Schonach sein erster Weltcup-Sieg und am vergangenem Wochenende lief Bernhard Gruber in Chaux Neuve auf Rang drei. "Zwei, drei Athleten unter den Top Ten am Sonntag, das wäre mein Ziel", sagte Eugen.

Komkurrenz zur Vierschanzen-Tournee

Los geht es am Freitag mit einem Wertungsdurchgang und dem Sprint über 5 km. Am Samstag gibt es ebenfalls einen Wertungsdurchgang auf der Toni-Seelos-Schanze und dann die 10 km, wobei nur die besten 50 vom Freitag am Start sind. Zum Abschluss am Sonntag folgen für die besten 30 vom Samstag zwei Sprünge und anschließend noch 15 km.

"Ein tolles Format, das wir entwickelt haben", schwärmte Ernst Vettori, der nordische Sportdirektor im ÖSV. "Wir wollten ein Pendant zur Vierschanzen-Tournee der Springer und zur Tour de Ski der Langläufer schaffen. Das ist uns auch gelungen. Die Resonanz war hervorragend."

Im Vorjahr siegte ganz überlegen der deutsche Eric Frenzel vor den Norwegern Haavard Klementsen und Magnus Moan.

Lukas Klapfer möchte auch in Seefeld ganz vorne sein

"Frenzel und Moan habe ich auch heuer auf der Rechnung", sagte ÖSV-Cheftrainer Eugen, der in seiner Truppe vor allem auf Klapfer und Gruber baut.

"Der Sieg in Schonach hat mir viel Selbstvertrauen gegeben", versicherte Klapfer. "Und ich merke, dass ich im Laufen immer besser in Form komme." Deshalb freut sich der Kärntner besonders auf die Königsdisziplin am Sonntag.

Modus erhält viel Lob

Routinier Bernhard Gruber, der 2008 in Seefeld gewann, begrüßt den Triple-Modus und erläuterte: "Wichtig ist das erste Springen. Da kann man das Triple zwar nicht gewinnen, aber den Sieg sofort verspielen. Wie bei der Tournee, wo Oberstdorf ganz wichtig ist."

Der dritte Platz vom vergangenem Wochenende in Frankreich machte Gruber Lust auf mehr: "Ich bin vor Seefeld hungrig, aber nicht verbissen."

Neue Loipenführung

Für das diesjährige Triple wurde die Loipe in Seefeld umgebaut, auch schon im Hinblick auf die nordischen Skiweltmeisterschaften 2019. "Diese Loipenführung ist jetzt schwieriger", schilderte Gruber die 2,5km-Schleife. "Es gibt nirgendwo eine Stelle, wo man sich ausruhen kann."

Dabei mussten OK-Chef Werner Frießer und seine Helfer die Loipe nach dem Testlauf am vergangenem Wochenende beim Alpencup etwas entschärfen. "Es gab bei der Abfahrt schwere Stürze. Zweimal brauchten wir den Notarzthubschrauber", berichtete Frießer.

Deshalb wurde der höchste Punkt der Strecke um sieben Meter abgetragen, damit die Athleten weniger Geschwindigkeit bei der Abfahrt aufnehmen.

 

Programm des "Nordic Combined Triple" am Wochenende in Seefeld:

Freitag: 10.00 Uhr: Probedurchgang, 11.30 Uhr: Wertungsdurchgang,
13.30 Uhr: Langlauf 5km
Samstag: 12.15 Uhr: Probedurchgang, 13.30 Uhr: Wertungsdurchgang,
15.45 Uhr: Langlauf 10km
Sonntag: 10.15 Uhr: Probedurchgang, 11.00 Uhr: zwei
Wertungsdurchgänge, 14.15 Uhr: Langlauf 15km

Das österreichische Aufgebot:

Bernhard Gruber, Lukas Klapfer,
Philipp Orter, Mario Seidl, Willi Denifl, Mario Stecher, Fabian
Steindl, Tomaz Druml, Harald Lemmerer, Bernhard Flaschberger,
Paul Gerstgraser, Sepp Schneider

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