"Ich habe etwas überpowert, aber jetzt passt's wieder"

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Bernhard Gruber ist die große heimische Hoffnung in den Weltcupbewerben der Nordischen Kombination am Samstag (13.30/15.30 Uhr) und Sonntag (12.30/15.00) in Seefeld.

Im Vorjahr hat der Salzburger das Podest als Vierter zweimal knapp verpasst, diesmal soll es klappen. "Seefeld ist das Kitzbühel der nordischen Athleten, ich will aufs Stockerl", erklärte der 30-Jährige.

"Habe überpowert"

Das Selbstbewusstsein Grubers kommt nicht von ungefähr. Der Olympia-Dritte hat zuletzt in Chaux-Neuve mit einem zweiten Rang bewiesen, dass er nach einer Verkühlung wieder in Topform ist.

"Ich habe zuvor etwas überpowert, aber jetzt passt's wieder", sagte der Gasteiner am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Seefeld.

Der Zweite von Seefeld 2008 will in Tirol seinen dritten Podestplatz des WM-Winters erreichen und seine Position als Gesamt-Dritter des Weltcups festigen.

Gruber einziger ÖSV-Sieganwärter

Nach der Papierform ist Gruber der einzige Anwärter des ÖSV-Teams auf einen Top-3-Rang. Mario Stecher, der 2010 der bisher letzte ÖSV-Sieger in Seefeld war, wird schmerzlich vermisst.

Der Steirer mit Wohnsitz im Tiroler Pitztal wird anlässlich des zehnjährigen Weltcup-Jubiläums von Seefeld wie die weiteren Gewinner - u.a. Felix Gottwald und der Finne Hannu Manninen - aber auf einem überlebensgroßen Foto auf dem Weg zur Schanze zu bewundern sein.

Frühere Seefeld-Sieger wie Weltcup-Spitzenreiter Jason Lamy Chappuis (Frankreich/Dreifach-Sieger 2012) und sein erster Verfolger Magnus Moan (Norwegen) zählen auch diesmal zum engsten Favoritenkreis.

Stecher gibt WM nicht auf

Stecher hat seine Hoffnung auf eine WM-Teilnahme (20.2.-3.3.) aber trotz des schweren Knorpelschadens samt Eingriff im rechten Knie noch nicht aufgegeben.

"Es ist besser als erwartet", meinte der zweifache Team-Weltmeister von Oslo zwei Wochen nach der in Seefeld erlittenen Verletzung. Am 15. Februar will er in Hinzenbach erstmals nach der Operation wieder springen.

"Ich will schauen, ob's geht und wenn alles klappt, denke ich, dass ich bei der WM ein Wörtchen mitreden kann", erklärte der 35-Jährige, der sich schon neun Knieoperationen unterziehen musste.

Viele Anwärter auf WM-Tickets

Gruber hat seinen WM-Startplatz praktisch fix, die vier oder fünf weiteren Tickets werden laut Cheftrainer Christoph Eugen nach der übernächsten Station in Klingenthal (26./27.1.) vergeben.

Anwärter darauf sind die Routiniers Christoph Bieler (Achter in Schonach), der nach der Geburt seins zweiten Kindes Anfang Februar einige Zeit pausieren will, und Willi Denifl (11. in Kuusamo) sowie Lukas Klapfer (16. in Lillehammer), Newcomer Sepp Schneider (13. in Schonach), Mario Seidl (12. in Ramsau), Tobias Kammerlander und Tomaz Druml.

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