Stecher holt ersten Podestplatz

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Stecher holt ersten rot-weiß-roten Podestplatz

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Mario Stecher hat den Bann gebrochen und am Sonntag im sechsten Bewerb den ersten Saison-Podestplatz der Nordischen Kombinierer des ÖSV geholt.

Der 34-jährige Steirer belegte in Ramsau am Dachstein den dritten Rang, nachdem er am Vortag nach schwachem Sprung nur 27. gewesen war.

Titelverteidiger Jason Lamy Chappuis (FRA) war der sechste unterschiedliche Sieger des Winters.

Der Olympiasieger feierte vor dem Norweger Magnus Krog (0,4 zurück) seinen 16. Erfolg im Weltcup und übernahm zudem das Gelbe Trikot vom Deutschen Tino Edelmann, der hinter Stecher (+0,6) Vierter wurde (+1,6).

"Das gibt Selbstvertrauen"

"Die Erleichterung ist groß", gab Stecher zu, "mit diesem dritten Platz bin ich wirklich sehr zufrieden." Eine kleine Änderung beim Absprung, das Ergebnis des Videostudiums am Vorabend, bewirkte beim Ramsau-Doppelsieger des Vorjahres im Springen die Wende zum Besseren.

"Schön, dass ich das gleich umsetzen konnte, das war ein schöner Sprung und das gibt Selbstvertrauen."

Nach dem achten Platz im Springen bewies Stecher auf der Langlauf-Strecke Klasse, Taktikgefühl und die von den zwei Team-WM-Titeln bekannte Sprintstärke. Im Finish ließ er wie zweimal in Oslo Edelmann hinter sich.

Vier Athleten in den Top-10

"Es war ein offener Fight, für den Platz ganz oben muss man auch die richtige Lücke finden", sagte der Wahl-Tiroler nach seinem ersten Podestplatz seit elf Monaten. Dazwischen lagen eine Knieverletzung in Seefeld im Jänner und eine Knieoperation im Sommer, aber auch die erfolgreiche WM.

Auch seine Teamkollegen präsentierten sich stark. Bernhard Gruber (+1,8) wiederholte den fünften Rang vom Vortag, als er bester Österreicher gewesen war.

Wilhelm Denifl als Achter und Christoph Bieler als Neunter (je +6,4) klassierten sich in den Top Ten. "Das war eine tolle Mannschaftsleistung, so kann es in Seefeld weitergehen", sagte Stecher im Hinblick auf die nächsten drei Heim-Bewerbe ab Freitag in Tirol.

Gruber hält lange mit

Gruber bestätigte seinen Aufwärtstrend. "Ich freue mich riesig über den fünften Platz", sagte der Gasteiner, der sich im Gegensatz zum Vortag in der rund zehnköpfigen Spitzengruppe im Hintergrund hielt.

Die Tempoverschärfungen der Spitzenläufer schmerzten ihn, dennoch mischte der Olympia-Dritte auch im Finale noch vorne mit. "Da muss er noch lernen, manchmal die Ellbogen einzusetzen", sagte Cheftrainer Baard Jörgen Elden über den "braven" Salzburger.

Denifl schaffte seine beste Saisonplatzierung. Der starke Springer holte auf der 10-km-Strecke das Bestmögliche heraus. "Es war lässig zu laufen, obwohl mir schon im ersten Anstieg die Beine wehgetan haben."

Lamy Chappuis übernimmt Führung

Bieler schöpfte zwar auf der Schanze wie am Vortag sein Potenzial nicht aus, war aber dennoch sehr zufrieden. "Diese zwei Rennen waren Goldes wert. Ich habe gezeigt, dass ich die zwei schwachen Jahre abhaken und mit Selbstvertrauen in den Langlauf gehen kann."

Der 34-Jährige war in den Trainingssprüngen jeweils Bester, am Sonntag im Bewerb aber nur Zehnter gewesen. "Diese Trainingsleistungen muss ich nun im Wettkampf umsetzen", betonte Bieler.

Lamy Chappuis freute sich nach dem Plätzen zwei (hinter dem norwegischen Premierensieger Jan Schmid am Samstag) und eins über ein perfektes Wochenende. "Das fühlt sich gut an", sagte der Großschanzen-Weltmeister von Oslo.

Der 25-Jährige hat im Springen fast wieder zu seiner Topform gefunden und spielt die im Sommer erarbeitete Steigerung im Langlauf aus. "Derzeit bin ich ein ausgeglichener Kombinierer."

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