Knapp daneben ist auch vorbei

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Gruber stärkster ÖSV-Kombinierer, Lamy siegt

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Ein Podestplatz ist den Nordischen Kombinierern des ÖSV beim Heim-Weltcup in Ramsau am Dachstein versagt geblieben.

Nach dem vierten Rang im Teambewerb am Samstag sorgte 24 Stunden später der Salzburger Bernhard Gruber als Siebenter (9,6 zurück) für das beste Einzel-Resultat.

Den Sieg sicherte sich Jason Lamy Chappuis (FRA), der Deutsche Fabian Rießle blieb nach Rang drei Weltcup-Spitzenreiter.

Wind macht Gruber Strich durch Rechnung

Weil stark wechselnder Wind ein Springen am Sonntag unmöglich gemacht hatte, kam das für Gruber ungünstige Resultat der Freitag-Qualifikation in die Wertung.

Da war der starke Springer nur 17. Der zweifache Vize-Weltmeister von 2013 positionierte sich aber nach Halbzeit des 10-km-Langlaufs schon in der achtköpfigen Spitzengruppe.

Im Finale vermochte der 30-jährige Gasteiner gegen die erwartet starken Norweger und Deutschen nicht mehr zuzusetzen, bilanzierte aber dennoch zufrieden. "Es geht bergauf. In der letzten Runde hat mir etwas die Spritzigkeit gefehlt. Die kommt nach etwas Ruhe im neuen Jahr, da werde ich hoffentlich zuschlagen", meinte Gruber.

26. Weltcup-Sieg für Lamy Chappuis

In der über Nacht gezauberten Winterlandschaft am Fuße des Dachsteins setzte sich im Finish ein Trio ab.

Lamy Chappuis entschied den Sprint 0,2 Sekunden vor dem Norweger Mikko Kokslien und 0,7 vor Rießle für sich.

Der 28-jährige Franzose feierte seinen 26. Weltcupsieg und zog in der "ewigen" Bestenliste mit dem drittplatzierten Norweger Barte Engen Vik gleich. "Es wird von Wochenende zu Wochenende besser", freute der dreifache Weltmeister von 2013. Von den weiteren Resultaten und der WM wird abhängen, ob er seine Karriere fortsetzt oder die Ausbildung zum Linienpiloten beginnt. "Ich werde nach der Saison entscheiden, derzeit brennt das Feuer noch", erklärte Lamy Chappuis.

"Nicht mein bester Tag"

Mario Seidl (+42,3) und Martin Fritz (+44,4/bester Weltcup-Rang) platzierten sich in dem engen Feld auf den Rängen 20 und 22. Philipp Orter, der am Vortag als Schlussläufer im Team eine tolle Aufholjagd geliefert hatte, vermochte daran nicht anzuschließen und wurde 26. (+55,6).

"Es war nicht mein bester Tag, ab der Hälfte haben die Beine nicht mehr mitgespielt", sagte der 20-jährige Kärntner, der bei fallenden Temperaturen auch nicht auf den optimalen Ski gesetzt hatte.

"Hatte zumindest ein Rennen"

Mario Stecher hatte eine schwierige Aufgabe vor sich. Nach verpasster interner Qualifikation startete er an der Stätte seines Doppelsieges von 2010 erst in sein erstes Saisonrennen und das nach Problemen im Springen mit großem Rückstand.

"Ich habe versucht, mit Jörgen Graabak (am Samstag Team-Sieger, Anm.) und Magnus Krog mitzulaufen. Das ist mir nicht gelungen, damit war es vorbei. Aber ich hatte zumindest ein Rennen", meinte der 37-Jährige nach Rang 43 (+2:29).

Der Wahl-Tiroler geht dennoch davon aus, dass er auf den weiteren Stationen im Team dabei ist. "Noch fehlt viel, aber ich hoffe, dass ich mich im Springen stabilisiere. Ich bin überzeugt, dass das zum Aufholen ist", meinte Stecher.

Bieler denkt schon an Comeback

Christoph Bieler, der sich am Samstag im Probedurchgang bei einem Sturz Brüche von fünf Rippen und von drei Wirbelquerfortsätzen zugezogen hatte, wurde am Sonntag aus dem Spital in häusliche Pflege entlassen.

Trotz der schmerzhaften Verletzung dachte der Tiroler schon an das Comeback, Seefeld ab 16.1. nannte er als Ziel.

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