Grubers großartige Generalprobe

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Bernhard Gruber hat sich bei der WM-Generalprobe der Nordischen Kombinierer auch im letzten Bewerb in Topverfassung präsentiert. Der Salzburger belegte am Sonntag in Val di Fiemme beim Premierenerfolg von Olympiasieger Jörgen Graabak Platz zwei.

Nach seinem Sieg am Freitag und Platz drei im Teamsprint am Vortag hatte er zum Abschluss 3,8 Sekunden Rückstand auf dem Norweger.

Den Sprint um Platz zwei gegen den Deutschen Fabian Rießle gewann der Salzburger, der als Achter des Springens eine Minute hinter dem Zwischenführenden Christoph Bieler in den 10-km-Langlauf gegangen war.

Frenzl disqualifiziert

Während Bieler nach seiner Verletzung noch nicht in bester Laufform ist und nur 25. wurde, lief sein Teamkollege nach einem starken Antritt im letzten Anstieg zu einem weiteren Podestplatz und damit auch in die Mitfavoritenrolle für die in drei Wochen beginnende WM in Falun.

Der deutsche Weltmeister Eric Frenzel, mit sieben Siegen der dominierende Mann der Saison, war wegen eines regelwidrigen Sprunganzuges disqualifiziert worden.

Neben Gruber zeigten am Sonntag aus dem ÖSV-Lager auch Schonach-Sieger Lukas Klapfer als Siebenter und Wilhelm Denifl als Neunter stark auf. Das Duo dürfte wie Gruber sein Ticket für die WM in der Tasche haben. Für die drei restlichen Plätze gibt es neben Bieler und Philipp Orter noch mehrere andere Kandidaten. Die Entscheidung über die Nominierung dürfte nicht vor Mittwoch fallen.

Gruber hochzufrieden

Bernhard Gruber war mit seinen konstant starken Leistungen natürlich hochzufrieden. "Das war ein super Wochenende, das hat mir sehr viel Selbstvertrauen gegeben und gezeigt, dass die Arbeit genau in die richtige Richtung geht", betonte Gruber. Vor allem seine Stärke in der Loipe gebe ihm Zuversicht für die WM. "Beim Laufen fühle ich mich stark und kann in der letzten Runde richtig Gas geben."

Der Salzburger gönnt sich nun vorerst einige Tage Ruhe, um dann mit der Mannschaft die WM-Vorbereitung aufzunehmen. Wer Gruber nach Schweden begleiten wird, war ÖSV-Cheftrainer Christoph Eugen nicht zu entlocken. Die Saisonsieger Gruber und Lukas Klapfer hätten jedenfalls sehr gute Karten, so Eugen wenig aufschlussreich.

Klapfer bedauerte, dass er anders als Gruber am letzten Anstieg dem Tempo der Besten nicht mehr folgen konnte. "Aber ich bin nichtsdestotrotz zufrieden. Eine siebenter Platz ist nicht so schlecht im Hinblick auf die WM", meinte der Steirer.

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