Dürr sensationell, Legkov siegt

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Legkov und Kowalczyk siegen, Dürr sensationell

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Justyna Kowalczyk hat zum vierten Mal in Serie die Tour de Ski gewonnen.

Die Polin verteidigte am Sonntag bei der Schlussetappe auf die Alpe Cermis mit Platz sieben ihren großen Vorsprung auf die Norwegerin Therese Johaug.

Als Tagessiegerin vor Elizabeth Stephen (USA) und Heidi Weng (NOR) machte Johaug zwar eineinhalb Minuten auf Kowalczyk gut, hatte in der Endabrechnung aber dennoch 27,9 Sekunden Rückstand. Die Gesamtdritte, Kristin Steira (NOR), lag bereits 2:39,5 Minuten hinten.

Kowalczyk sahnt ab

Die Österreicherin Katerina Smutna war wegen einer leichten Erkrankung nicht am Start. Kowalczyk kam mit allen auf den einzelnen Tagesabschnitten verdienten Preisgeldern bei der Sieben-Etappen-Tour auf einen Verdienst von 94.413 Euro.

Die 29-jährige aus Kattowitz hat zudem einen Olympiasieg, zwei WM-Titel und drei Gesamtweltcup-Erfolge zu Buche stehen.

Legkov am Thron

Bei den Herren ging der Gesamtsieg an Alexander Legkow (29), der erstmals die Tour de Ski gewann.

Der russische "Privatier" aus Chanty Mansysk fing auf der neun Kilometer lagen Schlussetappe auf die Alpe Cermis noch den führenden Schweizer Vorjahressieger Dario Cologna um 18,7 Sekunden ab.

Geradezu sensationell schlug sich der Österreicher Johannes Dürr, der sich als Tages-Vierter noch auf Platz 24 der Tour verbesserte.

Taktik perfekt umgesetzt

"Er hat heute die Taktik perfekt umgesetzt und bei der Bergankunft seine super Form ausgespielt", freute sich ÖSV-Langlauf-Cheftrainer Gerald Heigl über die erneut starke Leistung des 25-jährigen Niederösterreichers, der schon am Vortag als Achter gefallen hatte.

Dürr lief auch taktisch geschickt, blieb auf den ersten fünf Kilometern am starken Bergläufer Roland Clara aus Italien dran.

"Je steiler es dann geworden ist, umso besser ist es ihm gegangen. Die harte Arbeit der letzten Monate hat sich bezahlt gemacht. Das war wirklich ein super Rennen von ihm und eine tolle WM-Generalprobe", lobte Heigl.

Karrieende war nicht weit weg

Das Bemerkenswerte an Dürr ist, dass er jahrelang am Pfeifferschen Drüsenfieber litt und erst in der vergangenen Saison wieder Fuß gefasst hatte.

Ohne den Goodwill eines Markus Gandler wäre der Göstlinger womöglich gar nicht mehr dabei gewesen.

"Er hat wirklich harte Zeiten hinter sich, es hätte auch das Karriere-Ende bedeuten können. Aber so viele, die wirklich wollen und sich durchbeißen, haben wir dann auch wieder nicht", erklärte der Langlaufchef.

"Jo ist momentan sensationell drauf. Das tut uns allen gut. So etwas hatten wir Jahre nicht mehr."

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