Dürr mit Platz acht erstmals in den Punkterängen

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Der Norweger Petter Northug hat auf der vorletzten Etappe seine Führung an Titelverteidiger Dario Cologna verloren.

Der Triple-Weltmeister musste sich am Samstag im Klassik-Massenstartrennen über 15 km beim Sieg des auch am Freitag erfolgreichen Kasachen Alexej Poltoranin mit Platz 28 zufriedengeben und ist nur noch Gesamtdritter.

Für eine noch größere Überraschung sorgte aber Johannes Dürr als Achter.

Erstmals Weltcuppunkte für Dürr

Der 25-jährige Niederösterreicher hatte bei seinem mit Abstand besten Weltcupergebnis lediglich 8,2 Sekunden Rückstand auf Poltoranin und distanzierte dabei auch etliche Stars wie Dario Cologna (SUI/11.) und Northug.

Dürr war zuvor noch nie in die Weltcupränge der Top 30 gekommen.

"Ein tolles Ergebnis, das freut mich sehr für ihn, vor allem, wenn man bedenkt, welchen Leidensweg er hinter sich hat", kommentierte ÖSV-Langlaufchef Markus Gandler das unerwartete Spitzenergebnis des in den vergangenen Jahren immer wieder auch von Erkrankungen zurückgeworfenen Göstlingers.

Gandler: "Das ist eine Überraschung"

Zuletzt habe sich Dürr aber in starker Form präsentiert, bei der Tour verhinderte zweimal lediglich die falsche Skiwahl ein besseres Resultat, erzählte Gandler.

Diesmal scheint auch die Skipräparierung optimal gewesen zu sein. Der achte Platz sei dennoch nicht vorhersehbar gewesen.

"Top Ten, das ist schon eine Überraschung, aber aufgrund seiner Form sind Punkte in jedem Rennen drinnen", meinte Gandler, der nach zwei Top-15-Plätzen von Bernhard Tritscher und Harald Wurm einen neuerlichen Fingerzeig der ÖSV-Langläufer unter Cheftrainer Gerald Heigl notieren durfte.

Hoffnung auf Wiederholung am Sonntag

Auch im Bergrennen am Sonntag könne Dürr aufzeigen. "Er kann auch Bergrennen gut laufen, und offensichtlich hat er die Form zur Tour wirklich super erwischt."

Dürr startet von Position 30 aus in das schwere Schlussstück. Neuer Tour-Spitzenreiter ist nach einer 15-Sekunden-Zeitstrafe gegen den Russen Alexander Legkow wegen Behinderung eines Gegners Cologna.

Der Schweizer geht am Sonntag 6,5 Sekunden vor Legkow, 11,5 vor Northug und 16,3 vor Maxim Wylegschanin (RUS) in die Loipe.

Justyna Kowaczyk weiter nicht zu schlagen

Bei den Damen nimmt Titelverteidigerin Justyna Kowalczyk den von einem folgenschweren Schneemobil-Unfall mit sechs Toten überschatteten finalen Anstieg der Tour de Ski auf die Alpe Cermis am Sonntag mit großem Vorsprung in Angriff.

Die Polin baute ihr Guthaben am Samstag im Fleimstal am Fuße der Alpe Cermis mit einem überlegenen Sieg im 10-km-Massenstartrennen in der klassischen Technik auf mehr als zwei Minuten aus. Damit dürfte ihr der vierte Gesamtsieg kaum noch zu nehmen sein.

Ihre ersten Verfolgerinnen auf der 9 km langen Skating-Bergetappe zum Abschluss sind die Norwegerinnen Therese Johaug und Kristin Steira.

Tragischer Unfall überschattet Event

Katerina Smutna geht nach Platz 26 mit mehr als sechs Minuten Rückstand als 18. in das letzte Teilstück.

Im Cermis-Skigebiet waren am Freitagabend sechs russische Touristen auf einer steilen, unbeleuchteten und für Schneemobile gesperrten Piste bei der Abfahrt ums Leben gekommen.

Vor dem Start der vorletzten Tour-Etappe wurde eine Trauerminute abgehalten, das Rahmenprogramm fiel aus.

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