Frauen-Power im Lager der Nordischen

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Etwas mehr als drei Wochen verbleiben, ehe die 50. Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Falun eröffnet werden.

Ehe in Schweden der Kampf um Gold, Silber und Bronze beginnt, gilt es für die Athleten, sich für die Wettkämpfe im hohen Norden zu qualifizieren.

Viele haben es bereits geschafft, andere müssen erst noch Top-Ergebnisse erbringen, um die Verbandsbosse zu überzeugen.

Am vergangenen Wochenende waren es - aus österreichischer Sicht - vor allem die Frauen, die für Furore sorgten.

Doch auch im Lager der Herren gab es eine persönliche Bestleistung sowie die eine oder andere Top-Platzierung.

Wer aus dem ÖSV-Lager zu überzeugen wusste, welche internationalen Stars sich rar machten und wem die letzten Bewerben völlig misslangen - all das gibt's im Nordisch-Rückblick:

Daniela Iraschko-Stolz feierte ihre Weltcup-Erfolge sechs und sieben

TOPS

Daniela Iraschko-Stolz

Mit 31 Jahren ist sie die "Grande Dame" in der Weltspitze des Damen-Skispringens. Sportlich kann sie es mit den jungen Hüpfern auch weiterhin ohne Probleme aufnehmen. Das Wochenende in Oberstdorf beweis eindrucksvoll, dass die Olympia-Silberne eine der besten Skispringerinnen der Gegenwart ist. Sieg am Samstag, Sieg am Sonntag, als Draufgabe das Gelbe Trikot der Weltcupführenden. Für "Dani" hätte das Wochenende nicht perfekter laufen können. 

Die weiteren ÖSV-Damen

Mit den Siegen von Iraschko-Stolz ist es längst nicht getan, das Team von Andreas Felder hat generell einen überragenden Eindruck hinterlassen. Jacqueline Seifriedsberger heimste zwei vierte Plätze ein, Eva Pinkelnig wurde am Sonntag Sechste, Chiara Hölzl Achte. Ein derart starkes Mannschaftsergebnis haben die heimischen Damen noch nie auf die Schanze geknallt. 

Eric Frenzel

Dieser Mann ist ein Phänomen. Erst gewann er in Seefeld alle drei Bewerbe und holte wie im Vorjahr das Nordic Combined Triple. Dann flog er nach Japan, bestritt zwei Bewerbe n Sapporo und stand erneut in zweifacher Ausführung am obersten Podest. Frenzel ist derzeit eine Klasse für sich und hat sich mit zwei überragenden Wochen einen Vorsprung von 280 Punkten im Gesamtweltcup erarbeitet.

Teresa Stadlober und Bernhard Tritscher

Die 21-Jährige rückt der absoluten Weltspitze näher und näher. Bei der Tour de Ski ließ sie bereits aufhorchen, auch in Rybinsk gelang ihr ein echtes Top-Ergebnis. Stadlober hielt sich im Skiathlon beachtlich und landete auf dem zwölften Platz. Dieses Ergebnis wurde ÖSV-intern sogar noch getoppt - von Bernhard Tritscher. Der nutzte die Gunst der Stunde und sprintete (Freistil) auf den exzellenten siebenten Platz. Nie zuvor war der 26-Jährige in einem Einzel-Weltcup besser klassiert. 

Takanashi musste Gelb abgeben

FLOPS

Sara Takanashi

Zugegeben, es ist Jammern auf hohem Niveau. Aber die Weltcup-Dominatorin der letzten Saison hat ihren Vorsprung eingebüßt. Mit der Schanze in Oberstdorf kam die Japanerin von Beginn an nicht wie gewünscht zurecht. Im ersten Bewerb reichte es dennoch zu Rang drei, im zweiten misslang ihr der erste Sprung, sodass am Ende "nur" Platz fünf zu Buche stand. Damit ging das Gelbe Trikot wie oben erwähnt verloren. 

Viele Abwesende

Der Langlauf-Weltcup machte Station in Russland, doch die Reise nach Rybinsk - rund 300 Kilometer nördlich von Moskau gelegen - ließen zahlreiche Stars aus. Die norwegischen Top-Läufer blieben den Bewerben ebenso fern wie viele Schweden. Wettkampfpausen zwischendurch sind absolut verständlich angesichts des dicht gedrängten Programms, jedoch gleich mehrere Stars zuhause zu lassen, zeugt nicht gerade von Respekt einzelner Verbände gegenüber den Gastgebern.

DSV-Adler

In Abwesenheit von Team-Leader und Kulm-Triumphator Severin Freund lief es für die deutschen Skispringer im fernen Osten nicht nach Wunsch. In beiden Bewerben in Sapporo blieb der Truppe von Bundestrainer Werner Schuster ein Spitzenplatz verwehrt. Michael Neumayer und Richard Freitag sorgten mit jeweils einem zwölften Platz für die "Highlights".


Christoph Nister

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