"Dieser fünfte Platz tut weh"

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Norwegen holt Staffel-Gold, Österreich Fünfter

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Die österreichischen Biathleten stehen vor dem Schlussbewerb der WM in Nove Mesto ohne Medaille da.

In der Staffel am Samstag belegten Simon Eder, Daniel Mesotitsch, Christoph Sumann und Dominik Landertinger wie im Vorjahr Platz fünf.

Auf Bronze fehlten dem bei der WM 2009 und Olympia 2010 in der gleichen Besetzung jeweils zweitplatzierten Quartett rund 20 Sekunden.

Gold ging an Titelverteidiger Norwegen, das sich ohne Strafrunde überlegen vor Frankreich (+ 1:12,8 Min./0 Strafrunden) und Deutschland (1:18,5/2) durchsetzte.

Die Norweger um ihren Topmann Emil Hegle Svendsen (4. Titel in Nove Mesto) verzeichneten wie die Österreicher lediglich fünf Nachlader, hatten aber mit Ole Einar Björndalen, Henrik L'Abee-Lund, Tarjei Bö und Svendsen die überlegenen Läufer in ihren Reihen.

Langer Kampf um Bronze

Das ÖSV-Quartett mischte lange im Kampf um die Bronzemedaille mit, Schlussmann Landertinger musste wegen zwei Nachladern aber Frankreichs Martin Fourcade und Russlands Dmitry Malyshko am Schießstand vorbeilassen.

Fourcade (5. Medaille in Nove Mesto) überholte dank einer starken Schlussrunde auch noch den deutschen Erik Lesser.

Landertinger kam schließlich rund 14 Sekunden hinter Malyshko ins Ziel der mit 27.000 Zuschauern neuerlich ausverkauften Vysocina-Arena und trauerte der vergebenen Chance beim letzten Schießen nach.

"Fünfter Platz tut weh"

"Dieser fünfte Platz tut weh. Ich habe beim Stehendschießen zu lange gebraucht. Durch die zu hohe Belastung habe ich Probleme bekommen. Die zwei Nachlader waren einfach zu viel, deshalb ist es sich leider nicht mit einer Medaille ausgegangen. Am Ende war ich chancenlos", meinte der Ex-Weltmeister im Massenstart.

In dieser Disziplin haben er und Eder am Sonntag noch eine letzte Möglichkeit. "Es wäre schön, wenn es sich morgen mit der Medaille ausgehen würde ", meinte Landertinger, der als Dritter knapp vor Fourcade von Sumann übernommen hatte.

Sumann verliert viel

Der als Ersatzmann für Fritz Pinter ins Team gekommene Sumann büßte nach nur einem Nachlader in seiner Schlussrunde sehr viel Zeit ein.

"Die Runde war katastrophal, plötzlich war der Ofen aus. Das ist ärgerlich, ich hätte mir mehr erwartet. Wir haben uns stark präsentiert, aber die anderen waren in der Loipe besser, einen großen Beitrag dazu habe heute leider ich geleistet", erklärte der 37-Jährige.

Auch Startläufer Eder ohne Nachlader und Mesotitsch mit zweien hatten sich zuvor treffsicher gezeigt und Anschluss an die Medaillenränge gehalten.

"Es ist bitter"

Dennoch reichte es am Ende nicht zum nach den jüngsten beiden dritten Plätzen im Weltcup erhofften Podestplatz.

"Das war ein gutes Rennen, aber es ist bitter, wenn man am Ende mit leeren Händen dasteht. Wir haben alles gegeben, die Topnationen sind aber wieder einmal vorne", resümierte ÖSV-Chefcoach Remo Krug gegenüber der APA - Austria Presse Agentur.

Jubiläums-Medaille für Björndalen

Jubeln durften einmal mehr Titelverteidiger Norwegen um Schlussläufer Svendsen, der mit seinem vierten Titel in Tschechien die Bestmarke seines Staffelkollegen Ole Einar Björndalen einstellte.

Der Rekordweltmeister (19. WM-Gold) hatte 2005 und 2009 ebenfalls viermal triumphiert.

Der 39-jährige Björndalen durfte sich über seine insgesamt 39. WM-Medaille bzw. die 50. bei Großereignissen freuen.

Die überragenden Norweger halten nach neun von elf WM-Entscheidungen bei sieben Titeln und einer Silbermedaille.

"Nove Mesto scheint ein guter Boden für uns zu sein, es war bisher eine fantastische WM für uns", kommentierte Svendsen die Dominanz seiner Mannschaft.

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