"Ein brutaler Kampf"

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Martin Fourcade feiert seinen 3. Saisonsieg

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Österreichs Biathlon-Herren haben im Gegensatz zur Staffel (3.) beim Einzel-Sprint-Bewerb in Ruhpolding den Sprung aufs Podest verpasst.

Dominik Landertinger landete am Samstag nach zehn Kilometern als bester Österreicher als Elfter unmittelbar hinter den Top-Ten.

51 Sekunden fehlten dem Ex-Massenstart-Weltmeister auf Sieger Martin Fourcade, der schon am Donnerstag mit der französischen Staffel triumphiert hatte.

3. Sieg für Fourcade

Der Franzose feierte in einer Zeit von 23:51,5 Minuten seinen dritten Saisonsieg, distanzierte die ebenfalls fehlerfrei gebliebenen Russen Evgeny Ustyugov (+16,4) und Andrei Makoveev (33,0) vor 14.500 Zuschauern auf die weiteren Podestränge und baute damit seine Führung im Gesamtweltcup aus. Simon Eder landete als zweitbester ÖSV-Athlet auf Rang 14 (54,7).

"Es ist eine verdammt enge Angelegenheit", resümierte ÖSV-Cheftrainer Remo Krug. Tatsächlich fehlten Landertinger etwa nur fast zwölf Sekunden auf den vierten Platz des Norwegers Emil Hegle Svendsen.

Der Tiroler ließ seine Podestchancen mit einem Fehler beim Stehend-Schießen liegen, schaffte dank einer starken Schlussrunde aber immerhin noch ein beachtliches Resultat und eine gute Ausgangsposition für das Massenstartrennen am Sonntag (15.30 Uhr).

Einbruch in Runde zwei

"Mit der Schießleistung kann ich zufrieden sein. Auf der Loipe war die erste Runde gut, in der zweiten ist dann ein Einbruch gekommen und die Schlussrunde war wieder gut", fasste Landertinger seinen Auftritt zusammen.

Zum Schluss habe er starkes Seitenstechen gehabt. "Insgesamt war es von Anfang bis Ende ein brutaler Kampf", ergänzte der Tiroler.

Bei Eder passte die Schussleistung, dafür fehlte auf der Loipe der Elan. "Ich hatte etwas schwere Beine und die Strecke hier ist einfach enorm anspruchsvoll", sagte der Salzburger.

Mit seiner Leistung war er aber zufrieden. "Allgemein war es eine perfekte Tagesleistung. Am Schießstand habe ich zweimal einen guten Rhythmus erwischt."

"Mit Fehlern nicht konkurrenzfähig"

Fritz Pinter lag nach dem ersten Schießen noch im Podestbereich, nach zwei Fehlern im Stehen waren aber die Hoffnungen auf einen Spitzenplatz begraben, am Ende wurde es nur Rang 35 (1:25,0), er ist aber als dritter Österreicher im Sonntag-Rennen dabei.

Julian Eberhard schoss dreimal daneben und wurde 40. (1:35,2). Für Christoph Sumann reichte es gar nur zu Platz 46 (1:44,3/2 Fehler).

"Dominik und Simon haben eine gute Leistung gezeigt. Für ganz vorne brauchte man bei den heutigen Bedingungen einen Nuller am Schießstand. Mit zwei oder drei Fehlern ist man hier nicht mehr konkurrenzfähig", analysierte Krug.

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