"Haben uns Weihnachtsgeschenk selbst vermasselt"

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Österreichs Biathleten haben zum Abschluss ihres bisher schwächsten Wochenendes im laufenden Weltcup-Winter eine Top-Ten-Platzierung verpasst.

Fritz Pinter kam am Sonntag im ersten Massenstart der Saison in Pokljuka als bester ÖSV-Athlet auf Rang elf.

Den Sieg sicherte sich in überlegener Manier der Deutsche Andreas Birnbacher vor dem slowenischen Lokalmatador Jakov Fak und dem US-Amerikaner Tim Burke.

Am Schießstand fehlerfrei

Birnbacher hatte schon in der vergangenen Saison die ersten beiden Massenstarts gewonnen und sich in weiterer Folge die Disziplinenwertung gesichert.

Es war der sechste Weltcupsieg für den 31-Jährigen, der zweite in dieser Saison nach dem Sprint in Hochfilzen.

In der Weltcup-Gesamtwertung schob sich der fehlerfrei schießende Deutsche hinter dem Franzosen Martin Fourcade (4.) und dem Norweger Emil Hegle Svendsen (6.) auf Platz drei.

"Müssen das Schießen üben"

Die Österreicher hatten mit der Entscheidung nichts zu tun. Grund dafür war das Stehendschießen.

Pinter verzeichnete dabei drei, Ex-Weltmeister Dominik Landertinger gar fünf Fehler, vier davon bei der abschließenden Einlage.

Nach zwei fehlerfreien Liegendschießen war Landertinger noch auf Rang zwei gelegen, musste sich aber letztendlich mit Platz 23 zufriedengeben. Simon Eder lief auf Rang 16, Julian Eberhard auf 25.

"Schade, heute haben wir uns das Weihnachtsgeschenk selbst vermasselt", meinte ÖSV-Cheftrainer Remo Krug. "Läuferisch waren wir wieder dabei, aber das Schießen müssen wir noch üben."

Pinter fehlten am Ende 53,6 Sekunden auf die Spitze. "Läuferisch ist es super gegangen, vor allem in der Schlussrunde konnte ich noch einige Plätze gutmachen", erklärte der Kärntner.

"Vorsatz nicht umgesetzt"

Die Post nach ganz vorne war nach zwei Strafrunden beim dritten Schießen abgefahren.

"Meinen Vorsatz, mich beim Schießen nicht von der allgemeinen Hektik anstecken zu lassen, habe ich leider nicht umsetzen können", sagte der Wahl-Tiroler, der auch den 20. und letzten Schuss danebensetzte.

Sonst hätte sogar noch ein Top-Sechs-Platz gewinkt. Nächste Weltcupstation ist Anfang Jänner Oberhof.

Österreicher im IBU-Cup top

Die Erfolgsserie der ÖSV-Biathleten im IBU-Cup hielt unterdessen an.

Tobias Eberhard entschied am Sonntag in Ridnaun in Südtirol das Verfolgungsrennen klar für sich. Im Sprint am Vortag hatte der Salzburger unmittelbar vor Daniel Mesotitsch Rang zwei belegt.

Der in die zweithöchste Serie degradierte Weltcup-Routinier Mesotitsch kam mit vier Fehlern in der Verfolgung nicht über Rang sieben hinaus.

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