Sumann sprintet in Östersund auf das Podest

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Österreichs Biathleten haben bereits nach zwei Rennen mehr Podestplätze geholt als in der gesamten vergangenen Weltcup-Saison.

Nach Platz zwei von Dominik Landertinger im Einzelbewerb lief Christoph Sumann am Samstag im Sprint in Östersund auf Rang drei.

Der Routinier musste sich nur dem kanadischen Überraschungssieger Jean-Philippe Leguellec und dem Franzosen Alexis Boeuf geschlagen geben.

Eder am Schießstand makellos

24,8 Sekunden fehlten Sumann auf den Kanadier. Während der 36-jährige Steirer stehend einen Fehler verzeichnete, überzeugte Simon Eder mit makelloser Schießleistung und Rang sechs.

Auch Friedrich Pinter (20./+59,5 Sek.), Landertinger (22./1:02,2 Min.) und Daniel Mesotitsch (25./1:11,2) gehen mit einer guten Ausgangsposition in die Verfolgung am Sonntag (12.30 Uhr).

Durststrecke ist beendet

Für Sumann war es der erste Podestplatz seit WM-Bronze im Einzel im März 2011 in Khanty-Mansiysk. Zum Auftakt am Mittwoch war es mit Rang 34 über 20 km noch alles andere als nach Wunsch gelaufen.

Vor dem Rennen über die halbe Distanz habe sich Sumann laut eigenen Angaben gar nicht gut gefühlt. "Vor dem Start habe ich aber gesehen, dass viele Fehler geschossen wurden. Da wusste ich, das ist meine Chance", erklärte der Sieger von fünf Weltcup-Rennen.

"In Fahrt gekommen"

Liegend traf Sumann alle Scheiben. "Danach bin ich auch läuferisch in Fahrt gekommen", sagte der Routinier nach seiner Rückkehr in die absolute Weltelite.

In der verpatzten Vorsaison waren die Österreich nur ein einziges Mal auf dem Podest gelandet - am 22. Jänner als Dritter in der Staffel in Oslo. Unter Neo-Cheftrainer Remo Krug präsentierte sich das Team geschlossen stark wie in den besten Wintern 2008/09 und 2009/10.

"Gute Basis geschaffen"

Eder blieb als einziger Topathlet neben Sieger Leguellec fehlerfrei. "Läuferisch hinke ich zwar noch etwas hinterher, dafür habe ich mir am Schießstand eine gute Basis geschaffen", meinte der Salzburger.

"Aufgrund der Kälte war es ein extrem schwieriges Rennen." Ex aequo mit Eder landete Superstar Emil Hegle Svendsen auf Rang sechs. Beide verloren 35,3 Sekunden, der Norweger verzeichnete dabei aber drei Schießfehler.

Mannschaftlich stark

Drei Fehler wurden auch Landertinger zum Verhängnis. Der Ex-Weltmeister, der liegend mit einer eingeklemmten Patronenhülse zu kämpfen hatte, unterstrich aber seine starke Laufform. "Die Ausgangssituation für morgen ist gut", betonte Krug.

"Für Christoph und Simon ist es ein Topergebnis. Die Mannschaft war heute wieder enorm stark, auch wenn die anderen drei am Schießstand einige Fehler verzeichneten." Je zwei waren es bei Pinter und Mesotitsch.

Historischer Sieg

Leguellec sorgte unterdessen für den ersten kanadischen Sieg im Biathlon-Weltcup. Der bisherige Karrierehöhepunkt des 27-Jährigen war Platz sechs im Sprint bei Heim-Olympia 2010 in Vancouver gewesen.

Den Gesamtweltcup führt weiterhin Auftaktsieger Martin Fourcade an. Der Franzose landete mit drei Fehlern und 40,2 Sekunden Rückstand auf Rang zehn.

Berger doppelt nach

Bei den Damen ging auch das zweite Rennen der noch jungen Saison an Tora Berger.

Die Norwegerin gewann den Sprint von Östersund trotz einer Strafrunde, auch weil ihre unmittelbaren Verfolgerinnen ebenfalls je einmal patzten.

Rang zwei ging an die Ukrainerin Olena Pidhrushna (+16,9) vor den beiden Russinnen Olga Vilukhina (+19,4) und Olga Zaitseva (+23,9).

Das ÖSV-Duo Romana Schrempf und Katharina Innerhofer verpasste als 63. bzw. 78. die Punkteränge sowie die Quali für die Verfolgung am Sonntag.

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