Das Warten geht weiter

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Das Warten der österreichische Biathleten auf einen Podestplatz beim Heimweltcup in Hochfilzen nimmt kein Ende.

Am Sonntag "verschoss" Lokalmatador Dominik Landertinger eine Möglichkeit und wurde als Vierter des Sprints im Verfolgungsrennen über 12,5 Kilometer mit einem Rückstand von 56,2 Sekunden nur Achter.

Der Sieg ging an Martin Fourcade, der Franzose feierte seinen 32. Weltcupsieg.

Großer Fan-Zuspruch

Im Pillerseetal war alles angerichtet für einen rot-weiß-roten Jubeltag: Es herrschte Kaiserwetter und "Laborbedingungen" am Schießstand.

Trotz warmer Temperaturen und Schneearmut gab es perfekte Loipen und 10.300 Fans sorgten für eine tolle Kulisse.

Mit den 8.700 Fans vom Freitag und 15.700 am Samstag gab es insgesamt 34.700 Zuschauer, damit wurde der "Weltcuprekord" von 31.100 aus dem Vorjahr ordentlich getoppt.

Fehler im abschließenden Schießen

Das Glück war nicht nur auf Landertingers Seite. Als Vierter mit einem Rückstand von 23 Sekunden ging er mit einer Fünfer-Gruppe ins Rennen.

Vorneweg lief Johannes Thingnes Bö (NOR) ein einsames Rennen.

Beim zweiten Liegendschießen schoss der 26-jährige Österreicher erstmals daneben und verlor schon viel Zeit. Aber zwei Fehler im letzten Stehendschießen kosteten ihm zu viel, als 14. ging er in die Schlussrunde und wurde letztlich mit insgesamt drei Fehlschüssen Achter.

Form in der Loipe stimmt

"Ich habe in der letzten Runde draufgedrückt, kam mit zu hoher Belastung zum Schießen und habe nur gezittert", war Landertinger letztlich enttäuscht, blickte aber trotzdem zuversichtlich in die Zukunft:

"Das Podium wäre schön gewesen. So muss ich das nächstes Jahr oder spätestens 2017 bei der WM nachholen."

Landertingers Laufleistung stimmte: Er war in der Loipe der insgesamt Zweitschnellste, in der Schlussrunde der Schnellste.

Das Warten geht weiter

Auch die übrigen Österreicher hatten ihr Visier nicht exakt eingestellt.

Simon Eder wurde 16. (+1:55,6/3), Daniel Mesotitsch 19. (2:03,9/3) und Julian Eberhard 39. (3:40,6/5).

Damit warten die österreichischen Loipenjäger seit vier Jahren auf einen Podestplatz in Hochfilzen. Im Dezember 2010 wurde Simon Eder Zweiter in der Verfolgung.

Fourcade übernimmt Gesamtführung

Der Sieg ging mit null Fehlschüssen in 32:53,7 Minuten an den Franzosen Martin Fourcade vor dem Deutschen Simon Schempp (+4,1Sek/0) und dem Slowenen Jakov Fak (10,9/1).

Damit übernahm Weltcuptitelverteidiger Fourcade mit gesamt 216 Punkten auch wieder die Führung.

Der bisherige Leader Emil Hegle Svendsen (NOR) kam am Sonntag nach drei Strafrunden über Platz 14 nicht hinaus.

Vorgezogenes Geburtstagsgeschenk

Bei den Damen verbesserte sich die Tirolerin Lisa Theresa Hauser um fünf Plätze und belegte mit einem Rückstand von 2:00,5 Minuten (ein Schießfehler) den 22. Rang.

Dunja Zdouc als zweite rot-weiß-rote Teilnehmerin wurde 38. (+3:30,2). "Ich bin überglücklich", meinte Hauser am Tag vor ihrem 21. Geburtstag strahlend.

"Mein zweitbestes Weltcup-Ergebnis, noch dazu vor gewaltiger Kulisse zuhause. Das war ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk."

Der Trend zeigt nach oben

Nachdem Österreich mit nur fünf Fehlschüssen gemeinsam mit Italien die beste Staffel am Samstag am Schießstand gestellt hatte, auch wenn es am Ende nur zu Platz 13 reichte, sieht Hauser einen Aufwärtstrend:

"Der Sieg von Kathi (Innerhofer, Anm.) im Vorjahr in Pokljuka war der Anfang der Damengeschichte. In der Mixed-Staffel traue ich uns jetzt einiges zu."

Auch weil sich die Sportlerin des Kitzbüheler Skiklubs, die erst im Frühjahr maturiert hatte, sich als Heeressportlerin voll dem Biathlon widmen kann.

Mäkäräinen jubelt

Der Sieg ging wie im Sprint an die Finnin Kaisa Mäkäräinen die nach einem Schießfehler in 30:44,8 Minuten das Ziel erreichte.

Auf den Plätzen landeten Ekaterina Glasyrina (RUS,+ 34,4/1) und Anais Bescond (FRA,46,5/1). Im Weltcup führt Mäkäräinen mit 282 Punkten mit 77 Zählern Vorsprung.

Der Weltcup wird am kommenden Wochenende in Pokljuka in Slowenien fortgesetzt. Auf dem Programm stehen Sprint-, Verfolgung- und Massenstart-Entscheidung.

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