Bei Eder platzt der Knoten

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Eder stürmt erstmals aufs Podest

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Simon Eder hat das Biathlon-Jahr mit seinem ersten Weltcup-Podestplatz in dieser Saison abgeschlossen.

Der Salzburger mischte am Sonntag in Pokljuka im Massenstart sogar bis kurz vor dem Ziel um Sieg mit, in der dramatischen Schlussphase sicherte sich der 31-Jährige schließlich Platz drei.

Dominik Landertinger belegte beim Sieg des Russen Anton Shipulin Platz 13.

Mit dem nötigen Quäntchen Glück

Eder lag nach einer Strafrunde bis einen Kilometer vor dem Ziel in einer Fünfer-Spitzengruppe. Zunächst konnte er dem Antritt der Franzosen Jean-Guillaume Beatrix und Martin Fourcade sowie von Shipulin nicht ganz folgen.

Ein Sturz von Beatrix ermöglichte Eder und dem Schweden Fredrik Lindström dann aber doch wieder die Chance auf Platz drei.

Schipulin lief vom Beatrix-Sturz ungehindert zu seinem zweiten Saisonsieg. 1,2 Sekunden hinter dem Russen wurde Weltcup-Titelverteidiger Fourcade Zweiter. Weitere 0,2 Sekunden später stürmte Eder hauchdünn vor Lindström über die Ziellinie. Pechvogel Beatrix blieb nur Rang fünf.

Ein Protest der Franzosen gegen den mutmaßlichen Sturzauslöser Schipulin wurde abgewiesen.

"Totgesagte leben länger"

Eder durfte sich über einen gelungenen Jahresausklang freuen. "Ich habe die Gunst der Stunde genutzt und so war noch ein Podestplatz möglich. Das war endlich wieder einmal ein Rennen nach Plan. Es kann sich jeder vorstellen, wie happy ich jetzt bin", sagte der Saalfeldener.

Bisher war ein zehnter Platz in Östersund sein Topergebnis in diesem Winter gewesen. "Totgesagte leben länger", meinte der Holmenkollen-Sieger der Vorsaison.

Auch Ex-Weltmeister Landertinger (+ 48,8 Sek.) hatte bis zur Rennhälfte ganz vorne mitgehalten. Drei Fehler im Stehendanschlag brachten den am Freitag im Sprint zweitplatzierten Tiroler aber um einen weiteren Spitzenplatz.

Mäkäräinen erneut ganz oben

Die Finnin Kaisa Mäkäräinen hat den Massenstart der Damen (12,5 km) für sich entschieden. Die Weltcup-Spitzenreiterin gewann trotz zwei Strafrunden vor den fehlerfreien Anais Bescond (FRA/+7,6 Sek.) und Nadezhda Skardino (BLR/15,8).

Lisa Hauser belegte bei ihrem Massenstartdebüt mit drei Schießfehlern Rang 25. Die 21-Jährige verabschiedete sich mit je einem Fehlschuss in den Liegendanschlägen früh aus dem Rennen um die Spitzenplätze.

Die in dieser Saison schon zweimal in die Top 20 gekommene Tirolerin kam schließlich nach einer weiteren Strafrunde drei Minuten hinter der Siegerin ins Ziel.

Gesamtführung ausgebaut

Die in der Loipe wieder überlegene Mäkäräinen lief indes zu ihrem vierten Saisonsieg, wodurch sie ihre Führung im Gesamtklassement ausbauen konnte.

Die am Samstag in der Verfolgung noch vor ihr siegreiche Weißrussin Darya Domracheva musste das Rennen nach einem Sturz beim Einbiegen in die Strafrunden hingegen aufgeben.

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