Eder stürmt aufs Podest - Schempp siegt erneut

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Biathlet Simon Eder hat sich am Samstag in Antholz im Verfolgungsrennen nur Seriensieger Simon Schempp geschlagen geben müssen.

Der Salzburger verpasste seinen dritten Weltcuperfolg bei strahlendem Sonnenschein im Zielsprint gegen den Deutschen nur um 0,1 Sekunden.

"Es ist ein Traum"

"Hier in Antholz bei diesen Bedingungen und vor dieser Kulisse auf dem Podest zu stehen, ist ein Traum", freute sich Eder. Im Zielsprint sei ihm leider etwas "der Saft" ausgegangen.

"Da bist du dann im Zielsprint verloren. Das Rennen war aber ein Wahnsinn, schließlich musste ich 36 Sekunden auf Schempp aufholen", betonte der Saalfeldener, der seinen zweiten Podestplatz der Saison nach Rang drei im Massenstart von Pokljuka holte.

Vier Mann auf der Schlussrunde

Eder war vor 20.000 Zuschauern von Platz acht aus in das Jagdrennen (12,5 km) gegangen. Mit starken Schießleistungen hielt er sich stets im Spitzenfeld.

Nach fehlerfreiem letzten Stehendanschlag ging der 31-Jährige gemeinsam mit Sprintsieger Schempp (2 Strafrunden), Evgeniy Garanichev (RUS/1) und Rekordweltmeister Ole Einar Björndalen (NOR/0) in die Schlussrunde.

Die Schuhspitze vorne

Eder bog nach einer Attacke kurz vor Schluss schließlich gleichauf mit Schempp auf die Zielgerade ein. Auf der Linie hatte der in der Vorwoche auch schon im Ruhpolding-Massenstart und im Vorjahr in Antholz ebenfalls in Sprint und Verfolgung erfolgreiche Deutsche aber knapp die Schuhspitze vorne. Garanichev (+ 1,1 Sek.) und Altmeister Björndalen (1,9) hielt Eder aber souverän in Schach.

Zweitbester ÖSV-Mann war in Abwesenheit des erkrankten Dominik Landertinger neuerlich Julian Eberhard auf Rang 15. Der Salzburger schlug sich nach überstandener Magen-Darm-Verstimmung mit zwei Strafrunden wie im Sprint (12.) beachtlich.

Punkte holten zudem Sven Grossegger (27.), Daniel Mesotitsch (29.) und David Komatz (37.). Fritz Pinter (51.) ging leer aus.

Domracheva überlegen

Darya Domracheva gewann nach dem Sprint auch die Verfolgung und verbesserte sich mit ihrem 22. Weltcup-Erfolg auf Rang fünf der ewigen Bestenliste.

Die Weißrussin leistete sich nur einen Fehler und siegte überlegen 1:21,0 Minuten vor der Russin Daria Virolaynen, die ebenfalls eine Scheibe verfehlte. Kaisa Mäkäräinen (FIN/+1:29,0) komplettierte trotz fünf Strafrunden das Podest.

Lisa Hauser landete mit drei Fehlern auf Rang 33, Katharina Innerhofer ging nicht an den Start.

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