"Eine verkorkste Saison"

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ÖSV unter ferner liefen, Jubiläum für Neuner

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30. Weltcup-Sieg für die Deutsche Magdalena Neuner, Premieren-Erfolg für den Russen Evgeniy Garanichev und ein weniger erfreuliches Resultat für Österreichs Biathleten.

Die Sprint-Bewerbe auf dem Holmenkollen in Oslo am Donnerstag brachten einen klaren Erfolg für die am Saisonende zurücktretende Neuner, die mit 38,2 Sekunden Vorsprung auf die Weißrussin Daria Domratschewa gewann.

Garanichev verhinderte nur mit 0,7 Sekunden Vorsprung auf Arnd Peiffer einen doppelten Erfolg der Deutschen.

"Nichts vorzuwerfen"

"Ich freue mich über den zweiten Platz. Gerade, weil ich fehlerfrei geschossen habe und so schnell gelaufen bin, wie ich konnte. Da habe ich mir nichts vorzuwerfen", sagte Sprint-Weltmeister Peiffer, der sich dem 23-jährigen Garanichev nur knapp beugen musste.

Dritter wurde trotz zweier Strafrunden der laufstarke Norweger Emil Hegle Svendsen mit 11,8 Sekunden Rückstand.

Enttäuschung für den ÖSV

Für Österreichs Herren brachte der erste Bewerb auf dem traditionsreichen Holmenkollen, wo im vergangenen Winter die Nordischen Weltmeisterschaften so erfolgreich für den ÖSV verlaufen waren, eine Enttäuschung.

Simon Eder zeigte als einziger Österreicher eine fehlerlose Leistung am Schießstand und beendete das Rennen auf Rang 21. Im Ziel fehlten dem Salzburger 1:15,3 Minuten auf Sieger Garanichev.

"Eine verkorkste Saison"

"Das ist eine verkorkste Saison", brachte es Eder auf den Punkt. "Heute ist es auf der Loipe von Anfang an schwierig gegangen. Wenn man nie hundertprozentig fit ist, kommt man einfach nicht in Form. So bitter es klingt, eigentlich habe ich heute mit dem Nuller noch das Maximum herausgeholt", bilanzierte er enttäuscht.

Weltcuppunkte gab es heute noch für Dominik Landertinger (33./3 Fehler) und Daniel Mesotitsch (37./1 Fehler). Beim Verfolgungsrennen der Top 60 am Samstag ist auch noch Christoph Sumann als 41. startberechtigt.

Neuners "perfekter Tag"

Bei den Damen freute sich Neuner, die ihren Jubiläumssieg mit ihrer angereisten Familie feierte, über einen "perfekten Tag". Kein Wunder, war sie am Schießstand doch ohne Fehler geblieben.

"Für mich ist das ein besonders schöner Sieg, weil ich überlegt habe, ob ich laufen soll. Ich war angeschlagen und hatte etwas Fieber und Halsweh. Und hab' mir gedacht, ich kann eigentlich heimfahren."

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