Bø gewinnt den Sprint, Grossegger auf Platz zwölf

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Beim zweiten Biathlon-Weltcupsprint innerhalb einer Woche in Hochfilzen haben die österreichischen "Skijäger" am Donnerstag zwar etwas besser abgeschnitten, doch ein Podestplatz war in weiter Ferne. Sven Grossegger als 12. war bester Österreicher, verpasste aber die Top Ten.

Vor nur rund 1.000 Zusehern siegte der Norweger Tarjei Bö in 23:57,2 Minuten vier Sekunden vor dem Franzosen Martin Fourcade und 17,2 vor dem Russen Timofei Lapshin. Das Verfolgungsrennen der Herren steigt am Samstag.

Zwei Stehend-Fehler

Zu Beginn des Rennens herrschte im Pillerseetal heftiger Schneefall, der in etwa nach halber Strecke nachließ. "Sicherlich habe ich von meiner Startnummer profitiert", sagte Grossegger.

Der 24-jährige Saalfeldner ging mit Nummer 94 in den Bewerb, traf liegend alle fünf Scheiben, verschoss stehend aber zweimal. "Es ist ärgerlich, ein Fehlschuss weniger, und ich wäre am Podest gestanden."

So verpasste Grossegger, der zum Weltcupauftakt in Östersund (SWE) bereits Sprint-Zehnter war, das Podest um dreizehn Sekunden und verlor auf Sieger Bø nur 29,9 Sekunden. Vor einer Woche qualifizierte sich der Salzburger nach fünf Fehlschüssen als 77. des Sprints nicht einmal für das Verfolgungsrennen. "Es geht wieder aufwärts", atmete Grossegger durch.

Trend noch oben

Zwei Ränge hinter Grossegger klassierte sich dessen Landsmann Simon Eder. Auch wenn der Salzburger von einem leichten Aufwärtstrend sprach, ärgerte er sich dennoch über seinen Fehlschuss beim letzten Schuss stehend: "Es war ganz knapp, das passiert mir aber schon zum dritten Mal in dieser Saison, dass der letzte Schuss daneben geht."

Auch Lokalmatador Dominik Landertinger haderte erneut mit seiner Schussleistung und landete nach drei Fehlschüssen schließlich 1:18,6 Minuten hinter dem Sieger auf dem 31. Platz, eine Woche zuvor war er gar nur 50:

"Der Fehlschuss stehend kann passieren, aber die zwei Fehlschüsse liegend sind ein Fehler bei mir." Der Hochfilzener "lag" bei den ersten beiden Schüssen falsch, korrigierte dann und traf in Folge. "Für drei Fehler ist die Zeit nicht schlecht. Für die Verfolgung ist noch einiges möglich", tröstete er sich.

Nummernrennen

Christoph Sumann (1 Fehler/22.), Fritz Pinter (0/52.) und Daniel Mesotitisch (1/58.) hatten am Donnerstag wegen ihrer niedrigen Startnummern kaum Chancen auf vordere Plätze und sprachen unisono von einem guten Rennen, bei der die läuferischen Leistungen auch in Ordnung gewesen sein sollen.

Das sah auch Cheftrainer Reinhard Gösweiner so: "Ein klares Startnummern-ennen. Wir werden jetzt alles genau analysieren. Aber wenigstens hat sich jeder unserer sechs Läufer für die Verfolgung am Samstag qualifiziert."

Sechster Sieg

Den Sieg holte sich Weltcup-Titelverteidiger Bø mit Startnummer 50 trotz eines Fehlschusses. Es war der sechste Weltcupsieg für ihn, der dritte in Hochfilzen nach dem Double vor einem Jahr. Auf den Plätzen landeten Fourcade mit Nummer 75 und Lapschin mit 70.

Im Sprint der Frauen am Freitag (14.30 Uhr) sind mit Romana Schrempf und Iris Waldhuber nur zwei Österreicherinnen am Start.

Die Vorarlbergerin Ramona Düringer ist immer noch krank und wird erst nach den Weihnachtsfeiertagen wieder in das Wettkampfgeschehen einsteigen. Schrempf und Waldhuber sind damit bereits für die Mixed-Staffel am Sonntag in Hochfilzen qualifiziert.

Rang Name (Nation) L S Fehler Zeit
1 Tarjei BØ (NOR) 1 0 1 23:57,2 min
2 Martin FOURCADE (FRA) 1 1 2
  • 4,0
3 Timofey LAPSHIN (RUS) 0 0 0
  • 17,2
Weiters:
12 Sven GROSSEGGER 0 2 2
  • 29,9
14 Simon EDER 0 1 1
  • 34,2
22 Christoph SUMANN 1 0 1
  • 1:01,5
31 Dominik LANDERTINGER 2 1 3
  • 1:18,6
52 Fritz PINTER 0 0 0
  • 1:45,0
58 Daniel MESOTITSCH 0 1 1
  • 1:49,9
L = Liegend
S = Stehend
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