Scheitern ist keine Option

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… die Stimmung, die ausbaufähig war. Gab es deshalb individuell Zugeständnisse?

"Im ersten Jahr ging es darum, die Mannschaft überhaupt wieder zusammenzuführen. Da musste ich die Individualitäten klein halten, sonst funktioniert das nicht. Nachdem ich das geschafft und die Athleten besser kennengelernt habe, ist die logische Folge, dass man den individuellen Bedürfnissen mehr gerecht wird. Grundsätzlich wird es in Zukunft aber so sein, dass gewisse Maßnahmen gemeinsam durchgeführt werden müssen, sonst brauchen wir ja keine Mannschaft aufstellen."

… über das Abgeben von Kompetenzen:

"Für mich ist das kein Problem. Wenn das am Ende dazu führt, dass die Leistungen besser werden – und unter dieser Zielstellung steht alles -, dann ist das in Ordnung. Ich sage aber auch, dass es in einem gewissen Rahmen bleiben muss, ansonsten funktioniert eine Mannschaft nicht."

… die Saisonziele:

"Wichtig ist für uns, dass wir uns in den Top 5 des Nationencups etablieren. Davon hängen die Startplätze ab und das wollen wir in den nächsten Jahren, auch wenn es nicht einfacher wird, weiter bestätigen. Ein weiteres Ziel ist natürlich eine Medaille bei Olympia. Die sollte drin sein. Dazu wollen wir über die Saison gehen mehr Stockerlplätze holen. Gesamtweltcup-Platzierungen ganz vorne sind natürlich immer schön, aber das ist auch schwer planbar. Derzeit sieht es bei Simon gut aus, aber die Saison ist noch lang."

… ein Scheitern bei Olympia. Wäre er damit beim ÖSV gescheitert?

"Von einem Scheitern gehe ich nicht aus, deswegen erübrigt sich die Frage."

… Martin Fourcades Stärke:

"Fourcade ist momentan das Maß der Dinge. Ihm gelingt die optimale Synthese. Er ist ein hervorragender Schütze und ein Weltklasse-Läufer. Wenn das einer kann, ist er zwangsläufig vorne. Verblüffend ist seine Beständigkeit, mit der er seine Leistungen bringt. Das hebt ihn von anderen ab."

… Landertings Potenzial. Kann er Fourcade das Wasser reichen?

"Momentan sieht es nicht ganz so aus. Für die Zukunft denke ich aber schon, dass er dieses Vermögen hat. Er ist noch nicht in Topform und auch in puncto Stabilität ist er noch nicht ganz so weit. Er hat sich aber verbessert und ich erwarte mir in dieser Saison wirklich viel von ihm."

 

Christoph Nister

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