Doppelte Chance für ÖSV-Asse beim Heimweltcup

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Durch die Übernahme der in Frankreich wegen Schneemangels ausgefallenen Bewerbe haben die österreichischen Biathleten in Hochfilzen diesmal die doppelte Chance auf die beim Auftakt in Schweden noch verpassten ersten Podestplätze der Saison.

Im seit Montag durch den ersten Schneefall leicht angezuckerten Pillerseetal gehen an diesem Wochenenden und zusätzlich vom 15. bis 18. Dezember auf Kunstschnee je fünf Bewerbe für Damen und Herren sowie eine Mixed-Staffel über die Bühne.

"Die Heimspielen wurden verlängert"

"Die Heimspiele wurden verlängert, das ist natürlich positiv für uns. Die Form ist nicht so schlecht, man hat aber in Östersund gesehen, dass man sich nichts erlauben darf", sagte ÖSV-Biathlonchef Markus Gandler.

Der Tiroler zeigte sich vor allem mit dem ersten Bewerb in Schweden, dem Einzel über 20 km, hochzufrieden.

"Zwei in den Top Sechs, das ist ein tolles Ergebnis. Aber wir müssen natürlich auch in Hochfilzen voll konzentriert sein, sonst hat man keine Chance", so Gandler weiter.

Starke Leistungen in der Heimat

Die ÖSV-Herren haben in den vergangenen Jahren vor Heimpublikum stets stark abgeschnitten, das erzeuge laut Gandler aber nur "positiven Druck".

Vor allem Simon Eder mit zweiten Plätzen 2009 und im Vorjahr sowie die Staffel mit zwei Siegen und zwei zweiten Plätzen sorgten seit 2008 für Jubelstimmung.

Der unweit von Hochfilzen wohnende Eder zeigte in Östersund im abschließenden Verfolgungsrennen ansteigende Form, in allerbester Verfassung sei er aber noch nicht gewesen.

"Das war noch nicht das Gelbe vom Ei, aber dennoch kann ich darauf aufbauen", betonte der Salzburger.

Landertinger: "Einfach ein Traum"

Auch Dominik Landertinger wird durch die zusätzlichen Bewerbe für zwei Wochen zum "Heimschläfer".

Der Ex-Weltmeister überzeugte in Schweden vor allem als Vierter im Einzel und freut sich "extrem" auf die Heimbewerbe.

"Zwei Wochen im eigenen Bett schlafen, von der Familie bekocht werden und mich neben den Bewerben verwöhnen lassen. Einfach ein Traum. Ich kann versprechen, ich werde Vollgas geben", erklärte der Hochfilzener.

Die Bewerbe vor Heimkulisse seien das erste große Ziel der Saison. "Ein Podestplatz wäre schön", so Landertinger.

Sumann mit Auftakt nicht ganz zufrieden

Der Olympia-Zweite Christoph Sumann ist mit seinem Auftakt in Schweden (Platz sechs im Einzel, zweimal außerhalb der Top 15) nicht ganz zufrieden.

"Die Woche hat aber mehr gebracht als ich erwartet habe. Allerdings müssen wir uns kommende Woche ordentlich strecken. Mit den eigenen Fans im Rücken sollte das aber zu machen sein", meinte Sumann. Bis zum Wochenende sind leichte Schneefälle vorausgesagt.

   In Höchstform kommt Verfolgungsweltmeister Martin Fourcade nach Tirol, der Franzose gewann in Östersund zweimal und wurde einmal Vierter. Das dritte Rennen entschied der Schwede Carl Johan Bergman für sich. Auch die Norweger um Emil Hegle Svendsen und Tarjei Bö waren stark.

Bei den Damen steht Neuner im Mittelpunkt

Bei den Damen wird Magdalena Neuner noch mehr als sonst im Mittelpunkt stehen.

Die erst 25-jährige Doppel-Olympiasiegerin und Rekordweltmeisterin verkündete am Montag ihren Rücktritt nach der Heim-WM in Ruhpolding mit Saisonende.

Die Bayerin ist mit einem Sieg und zwei dritten Plätzen eindrucksvoll in die Saison gestartet. Aus dem ÖSV-Lager kämpfen Iris Waldhuber und Romana Schrempf um Weltcup-Punkte.

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