Zum Abschied ist WM-Medaille das große Ziel

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Österreichs erfolgreichster Biathlet, Christoph Sumann, nimmt seine am Mittwoch in Östersund beginnende letzte Weltcup-Saison nicht in Hochform in Angriff.

Das beunruhigt den mehrfachen Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen aber keineswegs, denn sein Fokus ist voll auf die WM im März ausgerichtet.

"Meine Form ist noch nicht berauschend, das ist aber nicht tragisch. Ich bin ein bekannter Spätstarter, ich brauche einfach immer ein paar Wettkämpfe zur Topform", meinte der 35-Jährige vor dem Auftakt betont gelassen.

"War nicht das Gelbe vom Ei"

Die drei Rennen in Schweden dienen dem WM-Dritten als Probelauf für den eine Woche später folgenden Heimweltcup in Tirol.

"Die Vorbereitung zuletzt war nicht das Gelbe vom Ei. Es lag nirgends Schnee. Das Feuer brannte sozusagen auf kleiner Flamme."

"Zuletzt in Obertilliach hatten wir aber super Bedingungen und die Form ist auch besser geworden. Wirklich zählen tut es ohnehin erst in Hochfilzen", betonte der Steirer.

Keine hohen Erwartungen

In Östersund, wo sich das ÖSV-Team im Vorjahr durch eine Trinkwasservergiftung langwierige Magen-Darm-Probleme einhandelte, sei er ohnehin noch nie in "Bombenform" gewesen.

"Die Erwartungen sind noch niedrig gesteckt. Ich werde versuchen, über das Schießen zu gehen. Letztes Jahr war Östersund katastrophal, in Hochfilzen ist es für uns dann besser als erwartet gelaufen", erläuterte der Steirer.

Kein Interesse an Sotschi 2014

Neben den Heimbewerben will er freilich auch bei den "Klassikern" in Oberhof und Antholz im Jänner und schließlich vor allem bei der Anfang März bei den Titelkämpfen in Ruhpolding zuschlagen.

"Im Endeffekt zählt die WM. Ruhpolding wird die größte WM, die es je gegeben hat", bekräftigte er seine Ambitionen, nach Silber bei der WM 2009 und Olympia 2010 sowie WM-Bronze im Vorjahr, in der bayrischen Biathlon-Hochburg mit einer weiteren Einzel-Medaille auf großer Bühne abzutreten.

Olympia 2014 in Sotschi ist für ihn kein Thema mehr. Die Spiele im Kaukasus interessieren ihn nicht mehr, denn das sei "Olympia aus der Retorte", so Sumann.

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