Chef Gandler glaubt an seine Schützlinge

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ÖSV-Biathlonchef Markus Gandler ist zuversichtlich, dass sein Team bei der Weltmeisterschaft in Nove Mesto ganz vorne mitmischen kann.

"Eine Medaille ist durchaus drinnen und sollte es auch werden", meinte Gandler angesichts des guten Saisonverlaufes mit drei Einzel- und zwei Staffelpodestplätzen.

Die zuletzt ausgezeichnete Laufform des Großteils seiner Truppe stimme ihn zuversichtlich.

Einziger Negativaspekt sei die Erkrankung von Fritz Pinter, der für den Sprint-Bewerb am Samstag fraglich ist.

Gandler glaubt an starke WM

"Die Laufleistungen passen. Wenn alle fit sind, dann sollte es gut gehen", bekräftigte der selbst ebenfalls grippegeschwächte Gandler gegenüber der APA.

Ebenso wichtig sei aber auch das richtige Material. Dafür hätten die ÖSV-Serviceleute in der Vorwoche im böhmisch-mährischen Hochland bei Skitests ihr Möglichstes getan, erläuterte der Ex-Langläufer.

Das Selbstvertrauen passt

Weniger gut als in der Loipe präsentierten sich Gandlers Mannen in dieser Saison am Schießstand. An Selbstvertrauen sollte es dennoch nicht mangeln, zumal das Team bei der Generalprobe in Antholz mit Platz drei in der Staffel und von Daniel Mesotitsch in der Verfolgung sehr gut abschnitt.

"Das Selbstvertrauen sollte da sein, wenn auch das Glück auf unserer Seite ist, dann passt es auch", so Gandler, der auf eine routinierte Mannschaft bauen kann. "Das sind alles keine unerfahrenen Leute, sie wissen, um was es geht."

Keine Geschenke

Diese Routiniers bekommen unter Neotrainer Remo Krug aber nichts geschenkt. So wurde etwa der zweimalige Vorjahres-WM-Vierte Daniel Mesotitsch im Saisonverlauf zwischenzeitlich in den IBU-Cup zurückgestuft.

Aber auch der seit Dezember im Formtief steckende Christoph Sumann durchlebt schwere Zeiten und darf erst in der zweiten WM-Woche auf Einsätze hoffen. Den anscheinend härter gewordenen internen Konkurrenzkampf will Gandler nicht überbewerten.

"Da gibt es keinen Unterschied zu Vorgänger Reinhard Gösweiner. Die Jungen geben aber mehr Gas. Julian Eberhard hat sich die Einsätze mit Toplaufzeiten verdient, und die Jungen zeigen, dass sie bereit sind."

Los des Trainers nicht leicht

Deshalb hat Gandler auch Verständnis für die Personalentscheidungen. "Bisher war aus meiner Sicht keine Entscheidung falsch, auch wenn sie hart waren. Das ist von den Athleten zu akzeptieren.

Das Los des Cheftrainer ist nicht immer leicht", erklärte der ÖSV-Spartenchef und äußerte vollste Zufriedenheit mit der bisherigen Arbeit des neuen deutschen Cheftrainers. "Die Ausgangssituation war nicht leicht. Wir sind wieder zurück am Podest, zwar nicht so häufig wie vor drei, vier Jahren, aber das braucht länger, bis man wieder dort ist."

Sumanns Einzel-Start offen

Schleunigst muss hingegen der einstige Topmann Suman wieder zu alter Stärke finden.

Der auch bei den WM-Testrennen am Wochenende in Südtirol nicht überzeugende, leicht erkältete Olympia-Zweite von Vancouver hofft auf den Start im Einzel über 20 km, in dem er vor zwei Jahren in Khanty-Mansiysk mit Bronze für die bis dato letzte ÖSV-WM-Medaille gesorgt hatte, und in der Staffel. Laut Krug ist der Einsatz des Steirers aber noch offen.

Mixed-Staffel zum Auftakt

Das erste WM-Rennen ist am Donnerstag (17.30 Uhr) die Mixed-Staffel. Für das im Kampf um Medaillen wohl chancenlose ÖSV-Team treten Iris Schwabl, Romana Schrempf, Julian Eberhard und Dominik Landertinger an.

Die ersten Einzelbewerbe in der Vysocina-Arena sind die Sprints am Samstag. Dafür sind Schrempf, Schwabl und Katharina Innerhofer sowie Simon Eder, Landertinger, Mesotitsch und Pinter nominiert. Sollte der angeschlagene Pinter ausfallen, kommt Eberhard zum Einsatz.

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